Ausgabe Woche 27 / 2016

«Ned ohni Cervelat!»

Auch wenn er nicht gerade einen Gesundheitspreis bekommt und relativ viel Fett aufweist – der Cervelat begleitet uns von Kindsbeinen an. Die Ursprünge des Cervelats, auch Klöpfer (Basel) genannt, Servela, Serwila (Zürich), Zervelat, Cervela, Stumpen, Filet im Darm oder Kotelett des armen Mannes, liegen ziemlich im Dunkeln, kein Kanton, keine Region kann auf Urheberschaft pochen. – Keine 1.-August-Feier ohne ihn, kein «Schulreisli» und kein Grillfest ohne die ultimative Nationalwurst. Er hat viele Namen und ist in unzähligen Gerichten der Star. Kalt, warm, gebraten, mit gespreizten Beinen grilliert, umwickelt oder gefüllt: Cervelat, wir lieben dich sehr. – Der Cervelat ist kurz, dick und besteht in der Regel aus 27% Rindfleisch; 23% Eiswasser; 20% Wurstspeck; 15% Schweinefleisch und 15% Schwartenspeck. Pro 100 Gramm: 13,4 g Eiweiss, 21,5 g Fett und 0,5 g Kohlenhydrate: Das ergibt rund 249 kcal pro 100 Gramm. Wie populär der fleischige «Nationalheld » ist, manifestiert die Tatsache, dass 2015 mit einem 176-seitigen Buch «Cervelat» dem kurzen und dicken Stück gehuldigt wurde. – Mit 160 Millionen verkauften Exemplaren ist der Cervelat die beliebteste Schweizer Wurst – für viele ein Synonym für die Heimat. mehr