Ausgabe Woche 13 / 2015

Biber entdeckte Gartenzaun als Snack

In flagranti hat ihn von den Anwohnern niemand erwischt – die Spuren am Gartenzaun meines Nachbarn, der von der nächtlichen Biber-Gartenzaun- Knabberattacke gar nichts weiss, weil er für längere Zeit ins Ausland verreist ist, lässt allerdings nicht die geringsten Zweifel aufkommen: es ist das nächtliche oder frühmorgendliche Werk des schwimmbegabten Holzfällers. Der Besitzer des Zauns kann einem leid tun. Im vergangenen Jahr wurden sämtliche Teile des Lattenzauns vom Nachbarn einzeln abmontiert und mit grossem Aufwand und Akribie abgeschliffen und mehrfach behandelt. Eine aufwändige Büetz, die nun teilweise für die Katz ist. Der Biber muss von der nahen Aare das Quartierbächlein hinaufgeschwommen sein, um in die Zivilisation und damit in den Garten der Familie M. zu gelangen. Dabei durchschwamm das Tier vermutlich auch einen längeren Tunnel. – Warum er sich am behandelten Holz erfreute, das ist nicht zu verstehen. Dass er seinen Vandalenakt mit «Ranzenweh» bezahlen musste, schon eher. Der gegen Fäulnis behandelte Snack wird wohl auch einem Bibermagen nicht gut getan haben. mehr