Woche 13 / 2017

Ran an die Patina!

Wer wartete nicht schon seit Wochen auf schöneres und vor allem wärmeres Wetter? Aus meteorologischer Sicht war der Frühlingsanfang schon am 1. März. Kalendarisch begann der Frühling aber erst am Montag, 20. März, just um 11.28 Uhr. – Die Tage werden wieder länger und es ist insgesamt heller. Das wirkt sich auch auf das Wohlbefinden des Menschen aus – im Frühjahr werden bestimmte leistungs- und stimmungssteigernde Hormone ausgeschüttet. – Und es wurde noch besser: Am 26. März pünktlich um 2 Uhr nachts wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt – es ging uns also eine Stunde Nacht verloren, die aber mit einer Stunde mehr Taghelle belohnt wurde. Nun schleckt es aber keine Geiss weg, dass sich auf den Frühlingsbeginn hin mehr Menschen als zu anderen Jahreszeiten schlapp, reizbar und niedergeschlagen fühlen. Eine Kollegin, die Apothekerin ist, zögerte auf Anfrage nicht zu bestätigen, dass gegen das Ende des Winters jeweils viel mehr Menschen als sonst unter solchen Symptomen leiden und um Rat fragen. Wie viele genau davon befallen sind, ist nicht bekannt. Laut einer deutschen Studie fühlen sich 54 Prozent der Gesamtbevölkerung und 67 Prozent der Beamten als Opfer dessen, was im Volksmund «Frühlingsmüdigkeit» genannt wird. Anzunehmen ist, dass eine Umfrage in der Schweiz ein ähnliches Bild ergeben würde. Als Nachteil für die Statistiker erweist sich allerdings die Tatsache, dass «Wintermüdigkeit», wie die «Frühlingsmüdigkeit» eigentlich genannt werden müsste, nicht genau diagnostizierbar ist. Was unter diesem Namen bekannt ist, hat verschiedene Ursachen und zeigt sich auf unterschiedliche Weise. mehr