
Führungen und Information über Zukunftsprojekte
Oftringen Tag der offenen Tür bei der erzo
Thomas Peyer, was ist das Ziel der Veranstaltung?
Es geht uns darum, zu zeigen, was die erzo alles zum Wohl der Bevölkerung macht. Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie relevant und wie wichtig eine funktionierende Abfallentsorgung und Reinigung von Abwasser für unser tägliches Leben sind. Mit diesem Tag wollen wir allen Interessierten die Möglichkeit bieten, unkompliziert einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Gleichzeitig nützen Sie den Tag aber auch dazu, die Zukunftsprojekte der erzo vorzustellen…
Wir wollen die Bevölkerung über die geplanten Vorhaben transparent informieren. Dabei geht es um den Ersatz der in die Jahre gekommenen KVA und des Klärschlammofens sowie der effizienten Nutzung dieser nachhaltigen Energieproduktion. Es handelt sich im wahrsten Sinne um ein Generationenprojekt, welches die Region mit erneuerbarem Strom und CO₂-freier Wärme versorgt. Dieses Abfallkraftwerk wird für 30’000 Haushalte rund um die Uhr umweltfreundliche Energie produzieren.
Was ist aktuell der Stand des Projekts?
Wir stehen mitten im kantonalen Nutzungsplanungsverfahren. Der Grosse Rat des Kantons Aargau wird sich voraussichtlich am 9. September mit dem Dossier befassen. Bei einem positiven Entscheid haben wir seitens des Kantons grünes Licht für das Projekt. Dann brauchen wir noch die Zustimmung der Einwohnerinnen und Einwohner von Oftringen, wenn es darum geht, das Land einzuzonen, das wir für den Bau der neuen KVA brauchen.
Was sind dabei die grössten Herausforderungen?
Die Komplexität und die verschiedenen Aspekte des Projekts verständlich darzulegen, auch wenn das Prinzip im Grunde genommen sehr einfach ist: Anstelle von fossilen Brennstoffen, verbrennen wir Abfall, der in unserer Region immer in grösseren Mengen anfällt. Die Abfallenergie wird hocheffizient verstromt und gleichzeitig ans lokale Fernwärmenetz geliefert. Mit der gleichen Energie wird Klärschlamm aus ARA getrocknet, der wiederum als erneuerbarer Brennstoff eingesetzt wird. Damit werden jährlich Millionen Liter Heizöl weniger verbrannt. Erzo leistet mit diesen Zukunftsprojekten einen grossen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele des Bundes, und zwar zu kostengünstigeren Konditionen als vergleichbare Massnahmen.