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Grosses Glück nach einem grossen Krampf

Beim Powerman Zofingen feiern die gebürtige Wikonerin Melanie Maurer und der Franzose Matthieu Bourgeois mit dem Gewinn der Weltmeister-Titel über die Duathlon-Langdistanz den grössten Erfolg ihrer Karriere.

Zofingen Für den schönsten Tag des Lebens gelitten

Der Traum lebe nach wie vor, erzählte Melanie Maurer vor dem Powerman Zofingen über ihren ersehnten Titelgewinn bei der Duathlon-Langdistanz- WM. Mehrmals schon musste die gebürtige Wikonerin bei ihrem Heimrennen mit Platz zwei vorliebnehmen, gestern ging der Wunsch für die 34-jährige Nationalkader-Athletin aus Hindelbank endlich in Erfüllung. Nach 6:47:49 Stunden überquerte Melanie Maurer als Erste die Ziellinie in der Powerman-Arena und konnte danach ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. «Als kleines Mädchen schaute ich am Streckenrand zu, und jetzt ist mein Traum wahr geworden. Es ist unbeschreiblich», sagte die Lokalmatadorin und fügte stolz hinzu: «Das ist der grösste Erfolg, den ich in meiner Karriere bisher erreicht habe.»

Grosses Glück nach einem ebenso grossen Krampf

Auf dem Weg zum WM-Titel wurde Melanie Maurer alles abverlangt. Sie, die normalerweise kürzere Duathlonrennen mag, bezeichnete den gestrigen Wettkampftag als einen einzigen, riesigen Krampf. «Ausser bei der ersten Laufrunde hast du in Zofingen nie ein gutes Gefühl. Umso grösser ist meine Freude, ich bin jetzt der glücklichste Mensch auf Erden», sagte Maurer schmunzelnd. Definitiv weniger zu lachen hatte sie während des Rennens. Die Belgierin Lotte Claes, mit der Maurer ein Duo an der Spitze bildete, drückte auf den drei Radrunden mächtig aufs Tempo. «Vor allem bei den Aufstiegen musste ich beissen, um an ihr dranzubleiben. Denn ich wusste, dass ich die bessere Läuferin bin», sagte Maurer, die nach dem zweiten Wechsel ihre Stärken auch ausspielen konnte und Claes letztlich um 4:39 Minuten distanzierte. Als sie ein Zuschauer auf der zweiten von drei Laufrunden über ihren grossen Vorsprung informierte, realisierte Maurer, dass die Rechnung aufgehen könnte. «Ich wusste, wenn ich einigermassen gleich weiterlaufen würde, dann klappt es – obwohl ich enorm gelitten habe», so Maurer, die sich in den vergangenen vier Trainingswochen mit den Nachwehen eines Bandscheibenvorfalls herumschlug. Angesichts dieser Tortour wäre es keine Überraschung, wenn Melanie Maurer in Zukunft auf die Langdistanzrennen verzichten würde. «Ich kann mir vorstellen, das Thema so abzuhaken», erklärte sie, betonte aber umgehend: «Wenn ich wieder Spass habe und schmerzfrei trainieren kann, komme ich sicher zurück.»

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