Als der Einsatz endete, blieb die Kameradschaft bestehen
Rothrist 30 Jahre Feuerwehrverein Rothrist
Ehemalige Feuerwehrleute pflegen im FeuerwehrvereinRothrist seit drei Jahrzehnten die Kameradschaft – und die «Schrübeler-Gruppe» des Vereins stellt historische Gerätschaften und Maschinen mit viel Herzblut wieder instand. AmMiescherheimet-Fest vom 25. April wird das Jubiläum gefeiert.
Die Zeiten, in denen Kurt Flückiger (75), Hanspeter Sommer (69) und Roland Woodtli (65) in Feuerwehruniform notfallmässig ausrückten, sind längst vorbei. Ihr Engagement für die Feuerwehr und die Gemeinschaft führen die drei heute noch im Feuerwehrverein fort. 1996 war es, als sie zusammen mit weiteren Kollegen den Feuerwehrverein Rothrist gründeten. «Der Verein wurde mit dem Zweck gegründet, den Zusammenhalt und die Kameradschaft unter den älteren Mitgliedern nach dem Austritt aus der Feuerwehr zu bewahren», erklärt Hanspeter Sommer, wobei insbesondere die Organisation von drei kantonalen und zehn Feuerwehrmärschen im Dorf für einen enorm starken Zusammenhalt gesorgt habe.
Die Teilnahme an Feuerwehrmärschen gehört auch heute noch zu den regelmässigen Programmpunkten im Jahresprogramm. Dazu kommen weitere gesellige Anlässe wie die jährliche Vereinsreise oder das traditionelle «Chäs und Wisswy» im Herbst. Und natürlich auch die Teilnahme an Hauptübung und Schlussabend der Feuerwehr.
Pflege von alten Gerätschaften und Fahrzeugen
Schon bald begannen etliche Mitglieder des Feuerwehrvereins damit, alte Gerätschaften und Fahrzeuge der Rothrister Feuerwehr fachmännisch zu restaurieren. «Mit der Instandstellung der alten Handdruckspritze von 1895 – ein Fabrikat der Firma Schenk Worblaufen – hat die Geschichte der sogenannten ‹Schrübeler-Gruppe› begonnen», weiss Kurt Flückiger, der heutige «Chefmechaniker» der Gruppe. Ein weiterer Glanzpunkt war die Renovation eines «Dogde WC 1944», welcher der Feuerwehr bis 1979 als Zugfahrzeug der mechanischen Leiter und Motorspritze diente. Zwischen August 2010 und August 2016 zerlegten die «Schrübeler» das Fahrzeug komplett und renovierten es in insgesamt 3500 Arbeitsstunden mustergültig.
Ende August 2019 konnten die «Schrübeler» auch ihr eigenes «Mini-Museum» eröffnen. Es war fast schon Ehrensache, dass die talentierte Handwerker-Gruppe das alte, heruntergekommene «Schöpfli» beim Miescherheimet in Eigenregie instandstellten. Rund 900 Arbeitsstunden wurden da investiert. Im 36 Quadratmeter grossen Raum wird nicht nur die Motorspritze von 1895 gezeigt, es wird auch die Entwicklung von Schutzkleidung, Helmen oder Löschgeräten dokumentiert.
«Leider tut sich auch der Feuerwehrverein schwer damit, jüngere Mitglieder zu finden», bedauert dessen langjähriger, ehemaliger Präsident Roland Woodtli. Sollte er einst aufgelöst werden müssen, so ist wenigstens klar geregelt, dass das gesamte Material, welches sich im Besitz des Vereins befindet, an die Gemeinde übergehen wird und diese auch für dessen Unterhalt zuständig sein wird.
Gefeiert wird mit den «Miescherheimet-Nachbarn»
Sein 30-Jahre-Jubiläum feiert der Feuerwehrverein Rothrist am Samstag, 25. April, 11 – 16 Uhr am Miescherheimet-Fest. Gemeinsam mit der Feuerwehr und sämtlichen «Nachbarn» vom Miescherheimet: Verein Begegnungszentrum, Schul- und Gemeindebibliothek, Heimatmuseum und Naturschutzverein. Beachten Sie die Vorschau zum Fest im Wiggertaler von nächster Woche. Thomas Fürst









