Bereits über hundert Vogelarten gesichtet
Rothrist Vogelartenliste des Naturschutzvereins wächst schneller als erwartet
Der Naturschutzverein Rothrist hat dieses Jahr sein Hauptaugenmerk auf die Vogelwelt gerichtet und bietet der Bevölkerung zahlreiche Gelegenheiten zum Mitmachen an. Neben Pflegeeinsätzen und Exkursionen führt der Verein nämlich eine Vogelartenliste, auf der im Dorf gesichtete Vogelarten gemeldet werden können.
Am 23. März war es bereits so weit. Als hundertste Vogelart wurde 2026 ein Blaukehlchen gesichtet und auf die Liste aufgenommen. «Unsere Erwartungen wurden mit den inzwischen 106 gemeldeten Vogelarten (Stand 30. März) leicht übertroffen», zieht Beat Rüegger, Co-Präsident des Naturschutzvereins Rothrist, eine erste Zwischenbilanz zur Vogelartenliste. Und zwar nicht nur in Bezug auf die Anzahl der gemeldeten Vogelarten. Rüegger ist auch erfreut, dass sich die Zahl der mitmachenden Beobachterinnen und Beobachter im Vergleich zu früheren Jahren praktisch verdreifacht hat.
Mehrere überraschende Sichtungen
Erfreulicherweise sind unter den bisher auf der Liste aufgeführten Vogelarten auch Arten zu finden, die in Rothrist eher selten zu sehen sind. Als Beispiel führt Rüegger das Blaukehlchen auf. «Diesen Vogel sieht man in Rothrist nicht alle Jahre», betont er, da sei dieses Jahr auch etwas Beobachtungsglück dabei gewesen, da das Blaukehlchen ziemlich versteckt lebe. Eher selten ist auch die Moorente zu sehen – eine östliche Art, die dieses Jahr vielleicht wegen des strengen Winters von Ungarn in die Schweiz «geflohen» ist. «Hier ist es vielleicht die fünfte Beobachtung in den letzten zwanzig Jahren», vermutet der Rothrister Vogelkenner.
Ein besonderes Highlight ist für Rüegger, dass am 11. Januar auch eine Zippammer am Erlenweg gesichtet wurde. Ein Vogel, den Rüegger bisher noch nie im Dorf gesichtet hat. «Die Zippammer dürfte sich auf Grund des nochmaligen Wintereinbruchs in den Bergen in tiefere Lagen zurückgezogen haben», meint Rüegger dazu.
Als der Wiggertaler in seiner Ausgabe vom 15. Januar die Vogelartenliste vorstellte, schätzte Beat Rüegger, dass bis Ende Jahr zwischen 130 und 150 Vogelarten in Rothrist gesichtet werden könnten. «Da sind wir auf gutem Weg», meint er. Die Bevölkerung ist natürlich weiterhin zum Mitbeobachten eingeladen. Durch einen simplen Klick auf den entsprechenden Button auf der Homepage des Naturschutzvereins können weitere Vogelarten gemeldet werden. Wer sich unsicher fühlt, kann Vogelarten auf der Homepage auch spielerisch kennenlernen. Aufgeschaltet ist dort nämlich das Rothrister Vogelquiz. Thomas Fürst



