«Beweisen, dass sich die Proben gelohnt haben»
St. Urban Die Musikgesellschaft lud zu ihrem Jahreskonzert
«Beweisen, dass sich die Proben gelohnt haben»
«Ein Jahreskonzert ist immer ein Anlass, um zu beweisen, dass sich die vielen Proben und Registerabende gelohnt haben», meinte Ansagerin Bettina Achermann am Samstagabend zu den rund 180 Gästen, die sich im Festsaal des Klosters St. Urban eingefunden hatten. Bevor die örtliche Musikgesellschaft ihr Können zeigen durfte, war die Reihe aber an den 16 Teenagern des Wiggertaler Jugendblasorchesters unter der Leitung von Jessica Thoma. Sie intonierten «Last Chance Saloon» von Dean Jones, «Üs ghört d’Nacht» und «Chlini Händ» des Musikers Marco Kunz sowie «Viva la Vida» von der Band «Coldplay». Für ihre schon sehr reifen Darbietungen erhielten die Kids warmen Beifall.
Dann war die Reihe an den «Grossen». Die 46 Musikantinnen und Musikanten unter der Direktion von Karin Amacher Wäfler eröffneten ihre Darbietungen mit «De Zee» von John Ewbank, der Hymne bei der Eröffnungszeremonie der neuen Heimatstätte des Fussballclubs Ajax Amsterdam, der «Amsterdam Arena». Und danach folgte «Ne partez pas sans moi»; dem Lied, mit dem Céline Dion 1988 den Sieg am Eurovision Song Contest für die Schweiz errungen hatte. – «Terra Mystica» von Thomas Doss dann ist das Selbstwahlstück, das die MG St. Urban für das Eidgenössische Musikfest 2026 Mitte Mai in Biel ausgesucht hat. Es beschreibt die Schönheit des Hausruckviertels in Oberösterreich, und in den drei Teilen hört man Jagdszenen genauso heraus wie den «Schuhplatter»-Tanz oder die nebelverhangenen Fusslandschaften der Traun. Und mit dem Marsch «Grand Salute» von Michael Geisler mit brillanten Melodien ging es in die Pause.
Die Eröffnung des zweiten Teils bildete die Ballade «I’d Do Anything for Love» des amerikanischen Rocksängers Meat Loaf aus dem Jahr 1993. Danach folgte ein Blasmusik-Arrangement aus dem Musical «Elisabeth» von Michael Kunze und Sylvester Levay, das das bewegte Leben von «Sissi», der österreichischen Kaiserin, erzählt – als romantisches Märchen beginnend und sich immer mehr in ein Drama voller Entbehrungen und Machtkämpfen wandelnd bis hin zu ihrem tragischen Tod am Genfersee.
«Lough Erin Shore», einer Ballade der irischen Band «The Corrs», vermittelte Gefühle rund um verlorene Liebe, Sehnsucht, Abschied und stille Traurigkeit. Und «Adventure Island» von Andrew Pearce schliesslich beschrieb die Abenteuer einer Familie in einem Themenpark mit Achterbahnen und Piraten. Es war ein Konzert, das vom hohen Können der Harmoniemusik-Formation zeugte und mit zwei Zugaben den verdienten Applaus des Publikums nach sich zog. Beat Wyttenbach





