Bornas Investitionen in die Zukunft haben sich gelohnt
Rothrist 93. Generalversammlung der Arbeits- und Wohngemeinschaft Borna
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten durfte die Genossenschaft Borna am letzten Montag zum ersten Mal zur Generalversammlung im neuen «Bornapark» laden.
Seit dem 16. Februar pflegt die Borna die Du-Kultur auch gegen aussen. «In diesem Sinne: Hoi zäme», begrüsste ein sichtlich gut gelaunter Verwaltungsratspräsident Felix Schönle die 35 Stimmberechtigten. Zur guten Laune dürfte auch beigetragen haben, dass die Borna stolz auf den fertigen 65-Millionen-Neubau blicken darf. Ein paar Zahlen zum erfolgreichen Mammutprojekt: 7466 Kubikmeter Beton wurden verbaut, für die Erdsondenheizung rund 26 Bohrungen in bis zu 250 Metern Tiefe durchgeführt, und über 21 Kilometer UKV-LAN-Kabel verlegt. Nach 110 Bausitzungen und 740 Arbeitstagen konnten die Verantwortlichen das neue Wohnheim und die neue Werkstatt am 1. August 2025 offiziell beziehen. Trotz der Bauteuerung in den letzten Jahren konnten die Verantwortlichen das Projekt mit einer Kostenunterschreitung von fast 2 Millionen Franken finalisieren.
3,17 Millionen Franken Spenden erhalten
Isabelle Wangart, Bereichsleiterin Finanzen und Administration, präsentierte die Jahresrechnung. Diese schloss mit einem Gewinn von 3025 Franken ab, was einem Prozent des Genossenschaftskapitals entspricht. Die bilanzielle Umsetzung des Projekts «Bornapark» gestaltete sich wie folgt: Die immobilen Sachanlagen erhöhten sich im vergangenen Jahr um rund 22 Millionen Franken. Zur Finanzierung wurde die Hypothekarverpflichtung auf der Passivseite um 17 Millionen Franken erhöht. 8 Millionen Franken an Bauabrechnungen sind noch ausstehend. Für den Neubau «Bornapark» konnten Spenden in der Höhe von 454'133 Franken verbucht werden. Insgesamt brachte die Spendensammlung in den vergangenen Jahren 3,17 Millionen Franken ein.
Die Haupteinnahmequelle der Arbeits- und Wohngemeinschaft Borna sind die Beiträge aus Leistungsvereinbarungen. 2025 beliefen sie sich auf 14,3 Millionen Franken. «Die Auslastung im Bereich Wohnen war erfreulich hoch, ebenso die Auftragslage in der Werkstatt», erklärte Gesamtleiter Fabrice Bernegger. Isabelle Wangart präsentierte einen rasanten Anstieg bei den Tagesstrukturen (geschützter Arbeitsplatz und Beschäftigung). Das interne Wohnen konnte sich über eine volle Auslastung freuen, das externe Wohnen im Breitenpark und Lindenpark blieb unter der Maximalauslastung.
Neues VR-Mitglied gewählt
Als Nächstes standen Wahlen im Verwaltungsrat an. Irina Bannwart ist seit 2022 im VR der Borna. Sie liess sich für eine weitere vierjährige Amtsperiode wählen. Als neues Mitglied stellte sich Raymond Alder zur Verfügung. Der 54-jährige Oftringer ist Geschäftsführer der Emmi-Vorsorgestiftung und des Emmi-Wohlfahrtsfonds sowie Vorstandsmitglied beim Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP. Die anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter wählten ihn einstimmig ins Amt.
Die Wiederwahl der Trevo Treuhand als Revisionsstelle ging ebenso flott von der Hand wie eine kleine Statutenrevision, die eine Anpassung der Nennwerte der Anteilsscheine vorsah. Und so durften sich die Anwesenden nach der sorgfältigen und speditiven Abarbeitung der Traktanden über einen vorzüglichen Dreigänger aus der Borna-Küche freuen, während sie die schöne Aussicht im umgebauten, lichtdurchfluteten Gastrobereich geniessen konnten. Manuel Arnold



