BRIGA zeigte eindrücklich, dass «Brittnau läbt»
Brittnau Mit fast 15'000 Besuchern stellte die BRIGA einen neuen Besucherrekord auf
Viel Politprominenz eröffnete am Freitag die BRIGA. Die dreitägige Gewerbeausstellung mit Volksfestcharakter lockte Tausende Besucher an und sorgte für zufriedene Gesichter bei Publikum und Ausstellern.
Grossrat und OK-Präsident Kurt Gerhard begrüsste am Eröffnungsapéro der BRIGA 26 die Anwesenden und freute sich, dass die lange Arbeit des Organisationskomitees nun endlich Früchte trägt. Neun Jahre sind seit der letzten BRIGA vergangen. Das sollte auch ein wenig gefeiert werden, sagte Gerhard, «so wie sich das für Brittnau gehört».
Sogar Regierungsrat Dieter Egli war für ein Grusswort angereist und verriet den Anwesenden augenzwinkernd, Gewerbeausstellungen würden bei ihm Kindheitserinnerungen auslösen, «weil man an jedem Stand etwas geschenkt bekommt». Gewerbeausstellungen seien identitätsstiftend und typisch für den Aargau, sagte Egli, «die KMU bilden das Rückgrat unseres Wohlstandes». Der persönliche, direkte Austausch sei von unschätzbarem Wert.
Nach Dieter Egli ergriff der Brittnauer Gemeindeammann Kurt Iseli das Wort und zog einige Parallelen zwischen Politik und Handwerk. Der Unterschied sei folgender: Beim Handwerker sehe man sofort, ob seine Arbeit gelungen sei. Der Rothrister Nationalrat und AGV-Präsident Benjamin Giezendanner komplettierte die Liste prominenter Redner. Er sprach davon, wie sehr die KI die Arbeit auch in seinem eigenen Unternehmen verändere und gestand, dass ihm diese Entwicklung manchmal Angst mache. Er hoffe dennoch, dass sich das Gewerbe auf goldene Zeiten freuen könne, «denn auch in 10 Jahren wird keine KI euer Dach decken». Zum Schluss zündeten Benjamin Giezendanner, Dieter Egli und Kurt Iseli mit Unterstützung von Grossratspräsident Urs Plüss zwei Konfetti-Bomben und eröffneten damit offiziell die BRIGA 26.
«Es war überwältigend»
Eine Gewerbeausstellung als Volksfest hatten die Organisatoren im Vorfeld versprochen – und sie hielten Wort. Während dreier Tage verwandelte sich das Schulhausareal in einen Treffpunkt für Gross und Klein, die an den Ständen der Gewerbler und beim vielseitigen Rahmenprogramm verweilten. Das OK schätzt, dass fast 15’000 Besucher den Weg an die BRIGA gefunden haben. Dementsprechend zufrieden zeigte sich OK-Präsident Kurt Gerhard am Montagmorgen: «Es war überwältigend. Zufriedene Aussteller, glückliche Besucher, es war ein schönes Gedränge bei fröhlicher Stimmung. Besonders freut uns, dass die BRIGA unfallfrei über die Bühne ging.»
Zwar konnten aufgrund von Ernsteinsätzen weder der AAA-Rettungshelikopter am Samstag noch die Ambulanz am Sonntag vor Ort sein. Die Besucherinnen und Besucher hatten aber auch so unzählige Möglichkeiten, aktiv zu werden, auszuprobieren, zu entdecken und mitzumachen. Die 15'000 Lose der grossen Tombola waren übrigens bereits am frühen Samstagabend vergriffen.
Gemäss Kurt Gerhard waren die Rückmeldungen der Gewerbler und der Besucher durchwegs positiv. Auf die Frage, ob das Storchendorf jetzt wieder neun Jahre auf seine nächste Gewerbeausstellung warten muss, antwortet der Brittnauer Grossrat: «Wir vom OK geben den Ball zurück an den Gewerbeverein. Er muss entscheiden, wann es Zeit für die nächste BRIGA ist. Ich darf aber festhalten, dass dieser Anlass den Gewerbeverein gestärkt hat. Ich persönlich fände es toll, alle vier bis sechs Jahre eine BRIGA zu haben.»
Auch wenn Eigenlob bekanntlich stinkt, darf sich das elfköpfige OK um Kurt Gerhard guten Gewissens selbst auf die Schultern klopfen. Was die Organisatoren mit einer Vorlaufzeit von nur einem Jahr auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich. Mit der dreitägigen Leistungsschau des Gewerbes und dem geselligen Beisammensein von Jung und Alt bewiesen die Organisatoren eindrücklich, dass «Brittnau läbt». Manuel Arnold und Oliver Schweizer



















