«D Seel e chli la bambälä la» – oder doch lieber die Halle abreissen?
Wikon Der Bäuerinnen- und Bauernverein Wiggertal lud zur 15. Älplerstubete
Zum 15. Mal wurde die Älplerstubete in der Mehrzweckhalle in Wikon durchgeführt. Dass das Konzept, für ein paar Stunden in traditionellem Ambiente den Alltag zu vergessen funktioniert, bewiesen die ausverkauften Ränge. Den Konzertteil bestritten die Wiggertaler Blaskappelle und die BieriFroue plus. Beide Formationen blicken auf jahrzehntelange musikalische Erfahrung zurück.
Während dem Abendessen sorgte die Formation Schimbrig Power für die musikalische Unterhaltung. Kulinarisch wurden die Gäste mehr als verwöhnt. Das Älplerkafi wurde als Verdauerli gern genommen – Älplermagronen, Älplerspiess, Bratwurst und diverse Torten sorgten für volle Mägen.
Durch den Abend selbst führte Martin Bachmann – nicht nur ein begnadeter Schlagzeuger bei der Wiggertaler Blaskapelle, sondern zusätzlich mit einem unschlagbaren Humor gesegnet. In diesem Jahr gab es keine Tombola, dafür wurde eine Bar betrieben. Mit einem Augenzwinkern verkündete Bachmann: «Das Budget für die Tombola könnt Ihr nachher in der Bar ausgeben.»
Liebe, Sehnsucht und ordentlich Wumms
Wenn so viel musikalisches Talent innerhalb einer Familie vorhanden ist, dass es für einen eigenen Chor reicht, dann lässt sich erahnen, wie grossartig die Darbietungen sein werden. Die BieriFroue plus – wobei das «plus» für die Männer der Familie plus Simon Haller am Akkordeon steht – sangen sich in die Herzen mit Stücken über Heimat, Liebe und Sehnsüchte.
Die Wiggertaler Blaskapelle – deren Leitung seit 41 Jahren Theres Müller-Tanner obliegt, setzte kräftige Kontraste mit «Hallo wach»-Märschen und rockte die Halle. Die Moderation war geprägt von Humor und spontanen Handlungen, die die Lachmuskeln strapazierten.
Simon Haller am Akkordeon verblüffte mit seiner Fingerfertigkeit. Der Musiker begleitete nicht nur, sondern gab einige Soloeinlagen zum Besten. Ob Tango oder italienische Pop Songs. Haller entlockte seinem Instrument Unglaubliches.
«D Seel e chli la bambälä la» aus der Feder von Ruedi Bieri hätte eigentlich den Abschluss des Abends bilden sollen. Doch weit gefehlt – die Begeisterung des Publikums und der Wunsch nach Zugaben verlängerten den herrlichen Konzertabend. Standing Ovations, Polonaise, Mitsingen und Schunkeln prägten die Stimmung.
Die Wiggertaler Blaskapelle und die BieriFroue plus ergänzten sich in einer wunderbaren Art und Weise und brachten den Gästen die Gefühle nach Heimat, Freude am Leben und Zusammengehörigkeit näher.
Am Ende übernahm Schimbrig Power wieder das musikalische Ruder, während sich die Gäste noch auf einen Absacker in der Bar versammelten.
Regina Lüthi







