«Das bisschen Regen verdirbt uns das Fest nicht»

Wynau Die 13. Ausgabe des «Munihüttenfestes» war trotz vorgängiger Niederschläge ein voller Erfolg

Auch für den Abwasch brauchte es fleissige Hände.

Auch für den Abwasch brauchte es fleissige Hände.

Gross und Klein interessierten sich für das alte Handwerk.

Gross und Klein interessierten sich für das alte Handwerk.

Die «Munihütte» (links) und das alte Spritzenhäuschen beherbergten die Infrastruktur.Bilder: Beat Wyttenbach

Die «Munihütte» (links) und das alte Spritzenhäuschen beherbergten die Infrastruktur.Bilder: Beat Wyttenbach

Die Steaks wurden im Akkord gebraten.

Die Steaks wurden im Akkord gebraten.

«Pesches Örgelifründe» sorgten für die musikalische Unterhaltung.

«Pesches Örgelifründe» sorgten für die musikalische Unterhaltung.

Nasses Stroh: Die Kids störte dies überhaupt nicht.

Nasses Stroh: Die Kids störte dies überhaupt nicht.

Das Eisen schmieden, so lange es heiss ist: Paul Imbach zeigte den glühenden «Rohling».

Das Eisen schmieden, so lange es heiss ist: Paul Imbach zeigte den glühenden «Rohling».

Die Gäste liessen es sich schmecken.

Die Gäste liessen es sich schmecken.

Am letzten Samstag ging rund um die «Munihütte» in Wynau die 13. Ausgabe des gleichnamigen Festes über die Bühne. Man könne den Regenschirm zu Hause lassen und den Sonnenhut aufsetzen, hiess es vorgängig im Inserat, das für den Anlass warb.

Doch dieses Mal war es anders: Im Vorfeld und zu Beginn des Events gingen gleich zweimal wolkenbruchartige Schauer über der Oberaargauer Gemeinde nieder, was die schon erschienenen Gäste zwang, Schutz zu suchen. Doch das Fest wurde nicht abgebrochen, im Gegenteil: Die organisierenden Mitglieder der «IG Landwirtschaft», die es sich zum Ziel setzen, der Bevölkerung selbige näher zu bringen, waren froh um das Nass von oben. «Von diesem bisschen Regen lassen wir uns das Fest nicht verderben», tönte es unisono seitens der Helferinnen und Helfer.

Viehwagen gab Anstoss

Durchgeführt wurde der Anlass vor 14 Jahren das erste Mal. Die Zuchtstiergenossenschaft wollte damals Geld für einen neuen Viehwagen generieren. Die Bevölkerung war dann so begeistert, dass sie die Veranstaltung kurzerhand zum Dorffest erklärte; seither wurde das Munihüttenfest jedes Jahr durchgeführt. Ausser 2020, da machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Jedes Jahr wartet ein reichhaltiges Essen – Steak oder «Munihütten»-Bratwurst mit Pommes oder Brot – auf die Gäste, zum Dessert gab es heuer die legendäre Süssmost-Crème.

Nebst der Strohburg mit Rutschbahn für die Kleinen hat der Anlass jedes Jahr eine neue Attraktion zu bieten. Zur Musik von «Pesches Örgelifründe» aus der Region warteten dieses Jahr Paul Imbach (Roggliswil) und Guido Mehr (Hergiswil) mit ihrer benzinbetriebenen, antiken «Feldschmiede» auf und zeigten den Anwesenden, wie man vor Ort Hufeisen herstellen kann, was auf grosses Interesse stiess. Insgesamt erwies sich das Fest mit rund 500 Besuchenden trotz der meteorologischen Unbill einmal mehr als ein voller Erfolg; allenthalben war gute Laune spürbar. Beat Wyttenbach