«Das BZZ steht für lebenslanges Lernen und Inklusion»
Zofingen Das Bildungszentrum Zofingen (BZZ) feierte am Wochenende seinen 50. Geburtstag
Zofingen feierte das 50-jährige Bestehen des Bildungszentrums. 37 Workshops bewiesen, wie vielseitig das Bildungsangebot auf dem Campus ist.
Zwei Buben posieren stolz hinter einer soeben aufgebauten Mauer aus Backsteinen. Wenige Schritte weiter bereitet ein Roboter der Inovatech (Höhere Fachschule) in Windeseile einen Aperol Spritz zu, und im naturwissenschaftlichen Trakt der Kanti Zofingen späht eine Mutter gemeinsam mit ihrer Tochter fasziniert durch die Linse eines Mikroskops.
An 37 abwechslungsreichen Posten und Workshops präsentierten sich am Samstag auf dem ganzen Gelände des Bildungszentrums Zofingen (BZZ) die verschiedenen ansässigen Bildungsinstitutionen. Sie alle feierten gemeinsam das 50-jährige Bestehen dieses visionären Projekts, das in den 1960er-Jahren aufgegleist und dann 1976 Eröffnung feierte.
Einen kurzen Einblick in die Geschichte des BZZ gab Kanti-Rektor Patrick Strössler anlässlich des Apéros für geladene Gäste, unter denen sich auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Bildung befanden, darunter der für die Bildung verantwortliche Zofinger Stadtrat Lukas Fankhauser (SP) und Stadtpräsident André Kirchhofer (FDP). Strössler sagte: «Zofingen kann stolz sein auf dieses Bildungszentrum.» Stolz darum, weil am Standort des BZZ zum ersten Mal in der Geschichte des Kantons Aargau kantonale und kommunale Schulen an einem Ort niederliessen. In den Anfängen seien hier rund 200 Schülerinnen und Schüler anzutreffen gewesen, heute seien es über 2000, dazu 400 Mitarbeitende, führte Strössler aus.
Heute befinden sich auf dem BZZ-Gelände die Kantonsschule, die Berufsschule, die Primarschule, die Heilpädagogische Schule, das Emergency Schulungszentrum Zofingen sowie Weiterbildung Zofingen und Inovatech Höhere Fachschule. «Das BZZ steht für lebenslanges Lernen und Inklusion», betonte Strössler in seiner Rede. «Es verbindet seit 50 Jahren Menschen, Bildungswege und Generationen.» Das BZZ lebe dadurch, dass sich hier verschiedene Schulen unter einem Dach befinden.
Stadtrat Lukas Fankhauser war als Oberstufenschüler dabei, als 1977 das Primarschulhaus eröffnet wurde. «Ich erinnere mich, dass wir Brot backen mussten und dieses dann verkauften.» Für ihn sei das BZZ ein gutes Beispiel dafür, wie man verschiedene Menschen, Bildungsniveaus und Generationen zusammenbringe. «Es herrscht ein gutes Miteinander und ist ein Leuchtturmprojekt für den Kanton», so Fankhauser.
Während fünf Stunden erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in das vielseitige Bildungsangebot. Die einen schwelgten in Erinnerungen an ihre eigene Schulzeit auf dem BZZ-Campus, viele andere kamen mit ihren Kindern. Gut möglich, dass einige von ihnen künftig hier die Berufsschule oder Kanti besuchen. Janine Müller



