David Tschan siegt an der «Tortour» über 1000 Kilometer
Aarburg Königsklassensieg an einem der härtesten Velorennen der Welt

David Tschan siegt an der «Tortour» über 1000 Kilometer
Der Aarburger David Tschan hat am 21. August das 1000-km-Radrennen der Tortour 2026 gewonnen, in einer Zeit von 40 Stunden und 30 Minuten.
Tschan wurde dabei unterstützt von einem Begleitteam von zehn Personen. Fünf lösten sich im Begleitfahrzeug ab und fünf kümmerten sich um die Logistik abseits der Rennstrecke. Das Team im Begleitfahrzeug kümmerte sich um das allgemeine Wohlbefinden von Tschan und die Kühlung bei hohen Temperaturen sowie die Verpflegung, die fast ausschliesslich flüssig in Form von aufgelöstem Kohlenhydratpulver zugeführt wurde. Weiter stand das Begleitteam für den Radwechsel bereit, da Tschan je nach Topologie mit dem Zeitfahrvelo oder dem Strassenrennvelo unterwegs war.
Wahlamerikaner aus Aarburg
David Tschan, der seit 11 Jahren in den USA lebt, war noch etwas gezeichnet von einem heftigen Trainingssturz vor drei Wochen, bei welchem bei 40km/h die vordere Gabel gebrochen war, als er am Freitag um 00.15 Uhr in Schaffhausen zum Rennen startete. Als Erstes führte die Strecke nach Chur, welches Tschan nach 5 Stunden passierte. Da er dabei teilweise mit einer Geschwindigkeit von 45km/h fuhr, war es für das Begleitteam eine grosse Herausforderung, an den festgelegten Orten Verpflegung und Wasser zu übergeben, da die Pace im Begleitfahrzeug gemäss dem Fahrer, Dietrich Hartmann, fast nicht zu halten war.
Von Chur aus führte die Strecke bei grosser Hitze über die Pässe Oberalp und Susten nach Wattenwil, welches Tschan um circa 14 Uhr erreichte. Bei fast 40 Grad ging es über den Gurnigelpass und den Col des Mosses nach Aigle. Dieses wurde um ca. 20.30 Uhr passiert und Tschan nahm die Strecke über Moudon, Yverdon und Vauffelin auf den Grenchenberg unter die Räder. Distanz und Hitze forderten ihren Tribut, sodass im Fahrzeug fleissig gewechselt wurde, damit auch die Begleiter bis zum Rennende durchhalten konnten. Tschan schaffte es, mit lediglich drei «Power-Naps» von je fünf Minuten auszukommen und den Grenchenberg am Samstagmorgen um 6.55 Uhr zu passieren.
Weiter führte die Strecke über Langenbrugg auf den Ober-Bölchen und von dort über Sissach, und Laufenburg nach Schaffhausen, wo zum Dessert noch eine Zusatzrunde von 50km mit diversen knackigen Anstiegen wartete.
Nach exakt 1005 Kilometern überfuhr David Tschan am Samstag um 16.45 Uhr die Ziellinie mit einem Vorsprung von 4 Stunden auf den nächsten Teilnehmer, und er gewann das Rennen «Overall».
Besonders zu würdigen ist die Leistung des Begleitteams rund um Teamchef Röbi Grütter, welches bei grosser Hitze während des ganzen Rennens hoch konzentriert arbeitete, um Tschan sicher und gemäss Planung nach Schaffhausen zu begleiten.Ursula Tschan