Die Altstadt glich einem Pariser Künstlerviertel
Zofingen Die 28. Ausgabe des Kunstmarktes füllte am Sonntag die Altstadtgassen
Die Altstadt glich einem Pariser Künstlerviertel
Perfektes Wetter, viele Besucher, alle Stände besetzt – der 28. Kunstmarkt in der Zofinger Altstadt war am Sonntag ein Publikumsrenner.
Der Kunstmarkt hat nichts von seinem Schwung verloren. Die Altstadtgassen füllten sich am Sonntag schon kurz nach dem Start um 9 Uhr. Das sachverständige Publikum sorgte bei den rund 115 Ausstellenden für gute Umsätze. Durch die Altstadt hauchte bald ein Flair aus Kreativität, Stil und ein bisschen Bohème. Man wähnte sich in einem Pariser Künstlerviertel, Prosecco inklusive. Bunte Bilder, grosse und kleine Skulpturen, Kunsthandwerk und Kurse – der Mix stimmte einmal mehr, die Qualität der angebotenen Kunst ebenfalls.
Ja nicht grösser werden
«Alle Marktstände sind wieder besetzt, wir führen eine Warteliste», meldeten die Organisatoren. «Diese Grösse passt, wir möchten nicht noch grösser werden», sagen Evi und Pitsch Geissbühler. Sie stehen beim Gespräch mit dieser Zeitung vor ihrer Galerie Rahmenatelier an der Bärengasse 6, quasi dem Hauptquartier des Kunstmarktes. Die beiden gehören zum bewährten OK-Team mit Grafiker Beat Hofer, Fotograf Dieter Bossard, Marktmanager Nicolas Berger und Stefano Spataro, der fürs Sponsoring zuständig ist. Neu ins Team gekommen ist Michael Wacker, der vorher beim Bio Marché aktiv war.
Dass es ebendiesen Bio Marché nicht mehr geben wird in der Zofinger Altstadt, war am Sonntag ein Thema. Muss man sich Sorgen machen über die Zukunft des Kunstmarktes? Wohl eher nicht. Das OK durfte konstatieren, dass ihr Konzept, die präsentierte Kunst und die Grösse des Marktes für alle Beteiligten passt.
Viele kommen jedes Jahr
Die Aussteller sind ebenfalls zufrieden. Auch Tom Stauffer, der keinen Kunstmarkt verpasst hat. «Das passt. Seit vielen Jahren habe ich in dieser Ecke meinen Stammplatz, so finden mich meine Stammgäste automatisch», sagt der Maler, Fotograf und Musiker aus Riken bei Murgenthal.
Auch von weiter weg kommen Künstlerinnen und Künstler möglichst jedes Jahr nach Zofingen. Und wenn mal eine Künstlerin gesundheitlich verhindert ist, wie am Sonntag Conny Lüthi aus Mellingen, dann hütet halt ihre Tochter Michelle den Stand mit den einzigartigen Tonfiguren ihrer Mutter.
«Ist das Kunst oder kann das weg?» Die alte Scherzfrage stellt sich in Zofingen nicht: Das ist der Kunstmarkt, und der bleibt! Kaspar Flückiger













