Durch den Garten schlendern, austauschen und geniessen

Fulenbach Offener Garten vom 29. bis 31. Mai

Tim Glanzmann lässt kinetische Objekte und Maschinen aus Eisen, Blech oder Styropor entstehen.Bilder: zvg

Tim Glanzmann lässt kinetische Objekte und Maschinen aus Eisen, Blech oder Styropor entstehen.Bilder: zvg

Der grosszügige Garten von Martina und Walter Kiener Bader lädt zum Schlendern und Entdecken ein.

Der grosszügige Garten von Martina und Walter Kiener Bader lädt zum Schlendern und Entdecken ein.

In Fulenbach kann im «offenen Garten» von Martina Bader und Walter Kiener, Kunst, Handwerk, Musik, und Gartenfreuden bewundert werden. Der Garten ist auf einem 18 Aren grossen Grundstück am Waldrand angelegt und besticht durch seinen vielfältigen Baum-, Strauch- und Staudenbestand.

Wohnhaus und Gartenhaus sind harmonisch in die Anlage integriert und bieten eine grosszügige Ausstellungsfläche. Der Garten ist in Sonnen- und Schattenbereiche gegliedert, die jeweils eine entsprechende Pflanzenvielfalt präsentieren. Mehr als 150 Kübelpflanzen – teilweise mediterraner Herkunft – ergänzen das abwechslungsreiche Pflanzenbild.

Martina Bader verbindet ihre Leidenschaft für handwerkliches Gestalten auf eindrucksvolle Weise mit der Freude am Gärtnern. In ihrem Garten präsentiert sie vielfältige Handwerksarbeiten aus Keramik und Stoff sowie kreative Kombinationen beider Materialien.

Ihre Näharbeiten entstehen aus der Inspiration eines ausgewählten Grundstoffes, den sie mit unterschiedlichen Farben und Mustern kombiniert. Aus zunächst ungewöhnlich wirkenden Zusammenstellungen schafft sie harmonische und einzigartige Einzelstücke wie Rucksäcke, Taschen, Portemonnaies und praktischen Krimskramsbeuteln.

Auch beim Töpfern zeigt sich ihre kreative Handschrift. Mit winterhartem Ton gestaltet Martina Bader klare, geometrisch geprägte Formen, aus denen Schalen, Tropfen, Vögel, Kugeln oder Pilze entstehen. Die Glasuren basieren jeweils auf einer Grundfarbe und werden durch das Experimentieren mit verschiedenen Farbtönen individuell verfeinert. So erhalten die einzelnen Objekte einen besonderen und ausdrucksstarken Charakter.

Kunst und Musik vereinen sich

Die Kunst von Anna Schüpbach zeichnet sich durch eine persönliche, intuitive und oft gesellschaftskritische Ausdrucksweise aus. Sie bewegt sich multidisziplinarisch zwischen Performance, Video, Siebdruck und Malerei.

Ihre Arbeiten verbinden häufig abstrakte Formen mit organischen Elementen, wodurch eine spannungsvolle Balance zwischen Klarheit und Lebendigkeit entsteht. Farbe spielt in ihrem Werk eine zentrale Rolle – sie wirkt nie zufällig, sondern folgt einer klaren inneren Logik. Ihr Schaffen vermittelt den Eindruck einer sensiblen Auseinandersetzung mit Mensch, Natur und persönlicher Erfahrung, wodurch Werke entstehen, die ebenso ruhig wie kraftvoll wirken und Emotionen sowie Wahrnehmungen miteinander verweben. Anna Schüpbach lädt die BetrachterInnen dazu ein, in feine Übergänge, tiefe Stimmungen und subtile Veränderungen einzutauchen.

Tim Glanzmann (*1998 in Olten) wuchs in Obergösgen auf und kam früh mit Kunst und kreativen Prozessen in Berührung. Bereits in jungen Jahren experimentierte er mit verschiedenen Materialien, lernte Schweissen und bastelte aus Schrott fahrbare Objekte und Maschinen.

Heute widmet er sich vorwiegend der Malerei mit meist grossformatigen und farbintensiven Bildern. Parallel dazu entstehen kinetische Objekte und Maschinen aus Eisen, Blech oder Styropor, die Bewegung, Klang und Materialität verbinden. Mit seiner persönlichen und verspielten Art sowie seinen charakteristischen Arbeiten war er bereits in zahlreichen namhaften Ausstellungen vertreten.

Das Matinee Konzert mit der Band Oberli + Dubach beginnt am Sonntag um 11 Uhr. Stephan Oberli und Hanspeter Dubach ziehen ihre Register und pflügen sich ernsthaft und vergnügt durch die Äcker der menschlichen Existenz. Es wird in erbaulicher Reimform geliebt, gestorben, Fazit gezogen und die Welt hinterfragt, wobei Dubach mit Schnackes und Gefühl die musikalische Leitung übernimmt und Oberli seine Gedanken in den Raum stellt. Walter Kiener