Ein besonderes Highlight: der Gesang des Teichrohrsängers
Oftringen Morgenexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins

16 Frühaufsteher trafen sich am Muttertag beim Schulhaus Dorf zur gemeinsamen Exkursion. Die Route führte durchs Schwarzhaar und über die Leerbhalde bis in die Bachtalen und zum Looweiher.
Unter fachkundiger Leitung von Urs Meyer und Heinz Weber entdeckten alle mit Feldstecher und Spektiv insgesamt 29 Vogelarten. Schwarzspecht, Ringeltaube, Turmfalke und eine Stockente zeigten sich gleichzeitig wie vereinbart auf einem Baum. Stare und Bachstelzen spazierten auf einem umgepflügten Acker umher. Susi Stocker bereicherte den Spaziergang mit spannenden Erklärungen zu den Pflanzen am Wegrand.
Vor dem Looweiher erläuterte Heinz Weber anhand einer Schautafel die beeindruckende Geschichte einer Eiche, die 1910 gepflanzt wurde: Was der Baum in über 100 Jahren Wachstum alles erlebt hat, liess sich an seinen Jahresringen ablesen.
Am Looweiher lauschten die Teilnehmenden dann dem Gesang der Mönchsgrasmücke, Amsel, Zaunkönig, Blaumeise und Singdrossel. Ein besonderes Highlight: aus dem Schilf vernahmen sie den Gesang des Teichrohrsängers. Seit vielen Jahren war er nicht mehr am Weiher anzutreffen, ist zu hoffen das er bleibt und nicht nur auf Durchzug ist.
In der Weiherhütte empfing dann Erika bereits mit heissem Wasser für den Kaffee. Beim gemütlichen Ausklang gab es als Apéro eine frische Waldmeisterbowle und für auf den feinen Speckzopf einen Quarkaufstrich mit Knoblauchsrauke. So konnte aufgezeigt werden, dass sich Wildkräuter nicht nur bestimmen, sondern auch geniessen lassen.
Susi Stocker