«Ein fantastischer Tag in Aarbig» – Städtli nutzt grosse Sportbühne für sich
Aarburg Die Stadt präsentierte sich am Tour-de-Suisse-Zeitfahren als sympathische Gastgeberin
Während Tadej Pogačar und Marlen Reusser sportlich glänzen, überzeugt Aarburg als Gastgeber. Die Bilder aus dem Städtli gehen in die Welt hinaus.
Unter frenetischem Jubel fährt Tadej Pogačar um 17.29 Uhr im Ziel am Aarburger Landhausquai ein. Der Rad-Superstar, dem es gelingt, das Zeitfahren zu gewinnen, lässt sich wenig später an der Siegerehrung auf dem Centralplatz von den Fans feiern. Unter der Festung flattern die slowenischen Fahnen im Wind. Stadtpräsident Hans-Ulrich Schär darf dem Überflieger Pogačar zum Sieg gratulieren und überreicht ihm bei dieser Gelegenheit eine Kiste in der Form der Festung, gefüllt mit Spezialitäten aus der Region. Ein spezieller Moment für Schär, der bereits um 4 Uhr in der Früh auf den Beinen war.
«Es war ein fantastischer Tag hier in Aarbig», schliesst der Speaker die Siegerehrung. Eine Einschätzung, die Hans-Ulrich Schär mit grosser Zufriedenheit teilt. Dass die Tour de Suisse für das Zeitfahren nach Aarburg kam, wird ihm, der auch als OK-Präsident amtete, noch lange in Erinnerung bleiben. Besonders stolz zeigt er sich am Samstagabend über die Teamarbeit. Spontan musste er noch 25 zusätzliche Helfende aufbieten. Gekommen sind Familie, Freunde und der Stadtrat.
Regierungsrätin Martina Bircher als Ehrenstarterin
Etliche Stunden davor, um 10 Uhr morgens, ist bereits das ganze Städtli auf den Beinen. Viele Einheimische engagieren sich an diesem Tag als Freiwillige, viele lockt es aber auch an den Strassenrand, um die Radsportlerinnen und Radsportler anzufeuern. Ein Helikopter dreht seine Runden, es herrscht ein Gewusel an Fans, Helferinnen und Helfern, Offiziellen und Radsportlerinnen, die sich auf den Weg zum Start machen.
Dort steht bereits Regierungsrätin Martina Bircher, die einst im Städtli Frau Vizeammann war, gemeinsam mit ihrem Sohn parat, um als Ehrenstarterin zu amten. Mit schwenkender Fahne entlässt sie die erste Fahrerin auf die Strecke. «Das war ein spezieller, schöner Moment», sagt sie wenig später. «Dass die Tour de Suisse hier in Aarburg zu Gast ist, ist super für Aarburg, für die Region und natürlich auch für den Aargau. Bei diesem tollen Wetter kann man sich positiv präsentieren.»
Das scheinen auch die angereisten Radsportfans so zu sehen. Viele zücken ihr Handy, fotografieren die Stadtkirche, die vorn auf dem Felsen thront, bewundern die Aarewoog, nehmen einen Schwumm im Fluss, flanieren am Landhausquai entlang und posieren beim Grand-Tour-of-Switzerland-Schild, das einst noch Martina Bircher nach Aarburg geholt hatte.
Die vielen Familien und Radsportfans sorgen für eine friedliche Stimmung. Der Sieg der Schweizerin Marlen Reusser hebt sie zusätzlich.
«Das Mittelland ist nicht öde»
Wer kann, sucht sich schon am Vormittag einen Schattenplatz. Am Nachmittag zeigt sich, dass es eine gute Idee war, die Zieleinfahrt am Landhausquai zu platzieren – die vielen Bäume entlang des Aare-Ufers sorgen für genügend Schatten.
Das Städtli Aarburg kann sich an diesem Tour-de-Suisse-Tag von seinen besten Seiten zeigen. Besseres Standortmarketing gibt es wohl kaum, wenn man die TV-Bilder gesehen hat. Das war auch das Ziel von Stadtpräsident Hans-Ulrich Schär. «Wir haben das für die ganze Region gemacht, um zu zeigen, dass das Mittelland nicht öde ist.» Janine Müller















