Ein Ort voller Erinnerungen und gelebter Geschichte

Aarburg Badeanstalt Aarburg feierte am vergangenen Samstag ihren 95. Geburtstag

Silvia Wilhelm, Bereichsleiterin Personal Stadt Aarburg (links), und Christine Zollinger, Betriebsleiterin Schwimmbad Aarburg.

Silvia Wilhelm, Bereichsleiterin Personal Stadt Aarburg (links), und Christine Zollinger, Betriebsleiterin Schwimmbad Aarburg.

Der Apéro zu Ehren der Badi Aarburg erfreute sich über regen Zulauf.Bilder: Hans-Ueli Schär

Der Apéro zu Ehren der Badi Aarburg erfreute sich über regen Zulauf.Bilder: Hans-Ueli Schär

Die beiden ältesten Gäste: Elisabeth Flückiger und Walter Gloor, Aarburg, beide 93-jährig.

Die beiden ältesten Gäste: Elisabeth Flückiger und Walter Gloor, Aarburg, beide 93-jährig.

Mit einem stimmungsvollen Apéro wurde am 13. Juni das 95-Jahr-Jubiläum der Badeanstalt Aarburg gefeiert. Zahlreiche Gäste, ehemalige und aktuelle Badi-Freunde sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Bevölkerung nutzten die Gelegenheit, auf die bewegte Geschichte der traditionsreichen Anlage zurückzublicken und gemeinsam auf ihre Zukunft anzustossen.

Die Aarburger Badeanstalt ist weit mehr als ein gewöhnliches Freibad. Sie gilt als die älteste noch weitgehend in ihrer ursprünglichen Substanz erhaltene Badeanlage im Kanton Aargau. Eröffnet wurde die damalige «Badeanstalt des Fluss- und Sonnen-Bades Aarburg» am 13. und 14. Juni 1931 als erstes Schwimmbad des Kantons.

In seiner kurzen Grussbotschaft würdigte der Stadtpräsident die Bedeutung der Badi für das gesellschaftliche Leben in Aarburg. Seit Generationen sei sie ein Ort der Begegnung, der Erholung und der gemeinsamen Erinnerungen. Die gelungene Sanierung der vergangenen Jahre habe gezeigt, wie wichtig es sei, historisches Erbe zu bewahren und gleichzeitig den Bedürfnissen heutiger Badegäste gerecht zu werden.

Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläums war die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Betriebsleiterin Christine Zollinger stellte in Aussicht, interessierten Gästen die sonst verborgenen Technikräume zu zeigen. Die Führung bot spannende Einblicke in die moderne Infrastruktur, die heute dafür sorgt, dass die historische Anlage zuverlässig betrieben werden kann

Die Geschichte der Aarburger Badi ist eng mit der Entwicklung des öffentlichen Badewesens verbunden. Das klassizistisch geprägte Freibad wurde nach Plänen des Architekten Hermann Lüscher erstellt. Ursprünglich wurde das Badewasser direkt aus der Aare bezogen und das gesamte Becken konnte innerhalb von rund elf Stunden vollständig erneuert werden. Die Anlage steht heute als Kulturgut von regionaler Bedeutung unter Schutz.

Von Herbst 2021 bis zum Sommer 2022 wurde die Badeanstalt umfassend saniert und erweitert. Dabei achtete man sorgfältig darauf, den nostalgischen Charakter zu erhalten. Die Farbgebung orientiert sich wieder am Erscheinungsbild der Eröffnungszeit, während die technische Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht wurde.

Beim Apéro standen deshalb nicht nur die vergangenen 95 Jahre im Mittelpunkt, sondern auch die Menschen, die die Badi mit Leben erfüllen: Mitarbeitende, Stammgäste, Familien und Kinder, die Jahr für Jahr ihre Sommerstunden dort verbringen.

Die Badeanstalt Aarburg bleibt damit, was sie seit ihrer Eröffnung im Jahr 1931 ist: ein Stück Heimat, ein architektonisches Kleinod und ein Ort, an dem Generationen von Aarburgerinnen und Aarburgern ihre schönsten Sommererinnerungen sammeln. Auch nach 95 Jahren gilt deshalb: In der Aarburger Badi badet die Geschichte noch immer mit. Hans-Ueli Schär