Ein Tag am Klingnauer Stausee: Ein Vogelparadies im Frühling

Oftringen Exkursion des Natur- und Vogelschutzvereins

Die Teilnehmenden entdeckten rekordverdächtige 43 Arten am Klingnauer Stausee.Bild: Susi Stocker
Die Teilnehmenden entdeckten rekordverdächtige 43 Arten am Klingnauer Stausee.Bild: Susi Stocker

Die Sonne strahlt über den Klingnauer Stausee, als sich die Teilnehmenden auf den Weg machen, um die gefiederten Bewohner des Gebietes zu beobachten. Die Schneeglöckchen blühen schon, und die Natur erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf. Die Gruppe von Vogelkundlern ist auf dem Weg, um zu sehen, wer hier überwintert hat und wer schon auf dem Rückzug nach Norden ist.

Mit Feldstechern und Spektiven ausgerüstet, machen sich alle gemeinsam auf den Weg zum Turm, um den See zu überblicken. Das Wetter ist ihnen hold - kein Regen, keine Wolken, nur ein leichter Hauch von Frühling in der Luft. Und dann werden sie entdeckt: Schnatterenten, Tafelenten, Krickenten, Löffelenten, Spiessenten... die Liste der Wasservögel scheint endlos. Eine Brandgans schläft und sechs Brachvögel stochern mit ihren langen, nach unten gebogenem Schnabel im Schlick. Ein Kormoran sitzt majestätisch auf einem Baum, ein Silberreiher stolziert durch das Schilf, und Lachmöwen und Mittelmeermöwen fliegen über ihren Köpfen.

Plötzlich entdecken sie zwei Nilgänse, die sich auf einem Feld tummeln, und eine Graugans, die sie mit neugierigen Blicken beobachtet. Ein Teichhuhn und ein Blässhuhn verschwinden im Schilf, und ein Zwergtaucher taucht unter, um nach Fischen zu jagen. Eine Wasserralle ist im kleinen Bächlein, auf der Erle tummeln sich ein Trupp Erlenzeisige und im Gehölz unten schmettert der Zaunkönig sein Lied in die Welt hinaus. Amsel und Stare singen oben im Kronendach.

Der Eisvogel ist der Star des Tages – die Gruppe sieht ihn achtmal, wie er über den See fliegt, seine blauen und orangefarbenen Federn in der Sonne glänzend. Insgesamt wurden 43 Arten gezählt, ein wahrer Rekord! Der Tag am Klingnauer Stausee ist ein Erlebnis, das alle in seinen Bann zieht. Die Sonne wärmt den Rücken, und die Natur zeigt ihre ganze Schönheit. Susi Stocker