Einblicke in die Werkstätten und viel Wiedersehensfreude
Strengelbach Wenn der Tag der offenen Tür im azb stattfindet, herrscht Völkerwanderung
Am vergangenen Samstag fand der Tag der offenen Tür im azb Strengelbach statt. Der Anlass hat eine lange Tradition und zieht die Besucher magisch an. Beim Rundgang durch die industrielle Produktion und die geschützten Werkstätten erhalten Interessierte detaillierte Einblicke in den Arbeitsalltag.
Überall herrscht reges Treiben. Fleissig wird gedreht, gebohrt, Wäsche gewaschen oder Produkte von Detailhändlern zu Aktionen verpackt. In der Konfektionierung herrscht sogar schon Weihnachtsstimmung. Denn dort werden bereits Kartonschachteln in Form von Knusperhäuschen akribisch mit Schoggi gefüllt.
In der Dreherei lassen einen die Fähigkeiten erstaunen – und erfüllen den Besucher mit tiefem Respekt und Wertschätzung. Die Menschen mit Unterstützungsbedarf freuen sich besonders über die zahlreichen Begegnungen und geben bereitwillig Auskunft. Sie sind zu Recht stolz auf ihre Arbeit.
Ueli ist fleissig am Kabel zuschneiden und liess sich gern auf Anfrage fotografieren: «Natürlich – ich bin doch fotogen» – und lacht dabei über das ganze Gesicht. Auch Fabienne freut sich über ihr Foto und präsentiert stolz eine ihrer eben fertig gefüllten Schoggihäuschen. Eine Klientin freut sich über ihren Besuch so sehr, dass sie mit einem Freudenschrei alles stehen und liegen lässt und ihren Lieben um den Hals fällt.
Draussen auf dem Areal herrscht Marktstimmung. An den Ständen gibt es viele kreative Produkte, alle aus den Werkstätten. Bei herrlichstem Wetter lässt es sich gut Verweilen und Geniessen. Ein breites Angebot an kulinarischen Leckereien von süss bis herzhaft sorgt für Stärkung nach dem Rundgang. Und wer immer noch nicht genug Bewegung hatte, konnte sich mit Fussball, Büchsenwerfen oder Mohrenkopf-Schiessen austoben. Wer es gemütlicher mag, dreht eine Runde auf dem Nostalgie-Karussell.
Der Tag der offenen Tür im azb Strengelbach bringt alle Generationen zusammen – egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Regina Lüthi



















