Eine Gewerbeausstellung findet 2028 statt – fraglich ist nur, welche?
Oftringen 116. Generalversammlung des Gewerbevereins Oftringen
Die Oftringer Gewerbetreibenden wollen sich verstärkt um beruflichen Nachwuchs bemühen: «Schule trifft Wirtschaft» wird am 15. Oktober erstmals durchgeführt. Auch das OK für eine nächste Gwaerbi ist praktisch komplett. Diese soll 2028 stattfinden, allerdings nur, wenn im gleichen Jahr keine Regiomesse durchgeführt wird.
«Es war ein Jahr des Anpackens und des Miteinanders», stellte Matthias Frei, Präsident des Gewerbevereins Oftringen, in seinem Bericht zum vergangenen Vereinsjahr fest. Angepackt wurde dabei in verschiedenen Belangen. So versuchte der Vorstand in der neuen Zusammensetzung auch neue Ideen umzusetzen. Mit Erfolg. Das vom Aargauischen Gewerbeverband entwickelte Konzept «Schule trifft Wirtschaft», welches eine Stärkung der Berufslehre bezweckt, wird am Donnerstag, 15. Oktober, in Zusammenarbeit mit der Schule erstmals auch in Oftringen umgesetzt. Und zwar für die Oberstufenschüler aus Oftringen und Aarburg. «Eine sinnvolle Investition, die nicht viel Geld, aber einiges an Zeit kosten wird – sich aber lohnen wird», forderte Frei die Gewerbetreibenden zum Mitmachen auf.
Gwaerbi oder Regiomesse?
Fahrt aufgenommen hat – nach der äusserst erfolgreich verlaufenen Gwaerbi24 – die Planung einer weiteren Gewerbeausstellung. Daran habe, so Frei, der im vergangenen Jahr beschlossene Beitritt zum Verein Regiomesse und das damit abgegebene Bekenntnis zu einer grösseren Ausstellung für die gesamte Region nichts geändert. «Stand heute ist dort noch nichts Konkretes entstanden, was kommuniziert werden könnte», betonte der Oftringer Gewerbevereinspräsident. Sollte die Regiomesse auch 2028 noch nicht in den Startlöchern stehen, sei in Oftringen die Durchführung einer weiteren Gwaerbi vorgesehen. «Wir sind bereit für die kommende Reise», gab Frei zu verstehen, das OK für die Gwaerbi28 sei fast schon komplett.
Gegen aussen wird sich der Gewerbeverein Oftringen schon bald in aufgefrischter Form präsentieren. Vorstandsmitglied Adriano Sabato hat sich bereit erklärt, die Homepage neu zu erstellen. Die anwesenden Mitglieder erhielten an der Generalversammlung bereits einen ersten Einblick ins modernere Design der neuen Website.
Reparatur der Weihnachtssterne belastete die Kasse
In die Jahre gekommen ist auch die Oftringer Weihnachtsbeleuchtung. Ein Team aktiver Gewerbler hat sich in den Sommermonaten der Reparatur der Weihnachtssterne angenommen. Zumindest einer ersten Tranche: 40 der 120 Sterne wurden in schweisstreibender Arbeit auf Vordermann gebracht, jeweils weitere 40 sollen in den beiden kommenden Jahren repariert werden, sodass ab Winter 2028 wieder sämtliche Weihnachtssterne in voller Pracht leuchten werden. Diese Reparaturarbeiten belasten die Rechnung des Gewerbevereins mit einem erheblichen Betrag, obwohl auch Gemeinde und EW Oftringen einen grossen Sponsoringbeitrag ans Ersatzmaterial leisten. Deshalb musste Kassier Pascal Buri bei seiner ersten Rechnungspräsentation auch eine rote Null statt des budgetierten Überschusses vermelden. Das Eigenkapital des Vereins bewegt sich mit etwas über 100’000 Franken immer noch in beruhigender Höhe.
Urania Balatoni aus dem Vorstand verabschiedet
Nach fünf Jahren hat sich Urania Balatoni aus persönlichen Gründen entschieden, aus dem Verein auszutreten und deshalb auch ihren Rücktritt aus dem Vorstand zu geben. Matthias Frei verdankte das grosse Engagement der scheidenden Vorstandskollegin – sie hat unter anderem die Tombola der Gwaerbi24 organisiert – mit einem wohlverdienten Geschenk.
Zwei weitere Austritte musste der Präsident unter den Mutationen vermelden. Diese wurden allerdings durch die Aufnahme von sieben neuen Mitgliedern mehr als kompensiert. Damit weist der Gewerbeverein einen neuen Bestand von 136 Mitgliedern auf. Unter diesen Gesichtspunkten durfte Matthias Frei seinen Jahresbericht zu Recht mit den folgenden Schlagworten schliessen: «Ein neuer, engagierter Vorstand. Ein Verein, der funktioniert. Und viele Momente, die zeigen, dass wir mehr sind als nur ein Netzwerk.»
Thomas Fürst



