Famoser Abschluss des Jubiläums
Aarburg Finissage «20 Jahre Schweizer Mozartweg»

Mit einem interessanten Vortrag und der Finissage der Jubiläumsausstellung ist das 20-Jahr-Jubiläum des Schweizer Mozartwegs in Aarburg erfolgreich zu Ende gegangen. Zwei Jahrzehnte nach seiner Gründung zeigte sich der Mozartweg lebendiger denn je: Musik, Geschichte und persönliche Begegnungen verbanden sich zu einem würdigen Jubiläum.
Den Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag mit der musikalischen Erzählung «Sein Mozart» von Vereinspräsidentin Christina Kunz zu Mozarts Klavierkonzert c-Moll KV 491. Das Werk gehört zu den eindrucksvollsten und ungewöhnlichsten Klavierkonzerten Mozarts. Seine dunkle Grundstimmung, die aussergewöhnlich reiche Orchesterbesetzung und der intensive Dialog zwischen Klavier und Orchester verleihen dem Stück eine beinahe sinfonische Dimension. Gerade der Wechsel zwischen dramatischer Spannung und lyrischen, intimen Momenten machte das Werk zu einem weiteren musikalischen Mittelpunkt des Jubiläums.
Zu den besonderen Gästen der Jubiläumsfeierlichkeiten gehörten der österreichische Botschafter in der Schweiz, Florian Raunig, sowie der Stadtpräsident von Winterthur, Stefan Fritschi. Für einen überraschenden und sympathischen Moment sorgte der Botschafter mit perfektem Schweizerdeutsch. Der Hintergrund dazu: Er wurde in Basel geboren und lebte bis zu seinem zwölften Lebensjahr in der Schweiz. Damit erhielt die schweizerisch-österreichische Verbundenheit, die den Mozartweg seit jeher prägt, eine ganz persönliche Note. Stefan Fritschi ist selbst ein hervorragender Cellist und Initiator der Mozartstelen in Winterthur.
Das 20-Jahr-Jubiläum darf als grosser Erfolg gewertet werden. Die erfreuliche Resonanz und die Begegnungen rund um die Veranstaltungen zeigten, dass Mozarts Musik und seine historischen Verbindungen zur Schweiz bis heute Menschen begeistern. Der Schweizer Mozartweg verbindet dabei auf besondere Weise musikalisches Erbe, historische Orte und die kulturellen Beziehungen zwischen der Schweiz und Österreich. Er ist zu einem lebendigen kulturellen Netzwerk geworden, das Mozarts Spuren in der Schweiz bewahrt und immer wieder neu erfahrbar macht. Hans-Ulrich Schär