Fichten müssen aus Sicherheitsgründen entfernt werden

Vordemwald Sanierungsarbeiten im Sennhof-Friedhof starten anfangs März

Solchen Schäden möchte man mit dem Entfernen des Fichtenbestands vorbeugen.Bild: zvg

Solchen Schäden möchte man mit dem Entfernen des Fichtenbestands vorbeugen.Bild: zvg

Der Friedhof bietet heute mit seinen viel zu eng gesetzten Fichten optisch keinen besonders schönen Anblick.Bild: Thomas Fürst

Der Friedhof bietet heute mit seinen viel zu eng gesetzten Fichten optisch keinen besonders schönen Anblick.Bild: Thomas Fürst

Idyllisch gelegen, etwas oberhalb des Pflegeheims. Der Friedhof Sennhof – ein Ort der Ruhe, des Gedenkens, der Pietät. Anfang März wird die Ruhe allerdings vorübergehend etwas gestört. Notwendigerweise. «Der Baumbestand im Friedhof ist veraltet und in schlechtem Zustand», erklärt Alex Grolimund, Leiter Technischer Dienst, und könnte bei entsprechenden Wetterbedingungen eine Gefährdung für Besuchende und Anlage darstellen. «Wir möchten ein ähnliches Fiasko wie anfangs Januar 2018 um jeden Preis verhindern», betont auch Urs Schenker, Geschäftsführer des Sennhofs. Damals erfasste der Sturm Burglind grosse Teile der Schweiz. Der Sturm hinterliess auch im Sennhof-Friedhof verheerende Spuren. «Glücklicherweise kamen damals keine Personen zu Schaden», zeigt sich Urs Schenker im Rückblick dankbar. Der Friedhof bot allerdings mit seinen vielen geknickten Bäumen ein «wüstes» Bild. Immerhin: Mit viel Glück wurde das Däster-Denkmal damals nicht beschädigt.

Seither sind acht Jahre vergangen. «Der Baumbestand ist in dieser Zeit bestimmt nicht gesünder geworden», betont Alex Grolimund, zumal die Fichten einst auch viel zu eng gesetzt wurden. Und sie als Flachwurzler sonst schon mehr als andere Bäume unter der Klimaerwärmung leiden. Sie werden nun entfernt – die Sanierungsarbeiten beginnen anfangs März. «Die Arbeiten werden sorgfältig geplant und mit grösstmöglicher Rücksicht auf die besondere Würde dieses Orts durchgeführt», versichert Alex Grolimund. So wird beispielsweise ein Pneukran eingesetzt, der die Bäume von aussen aus dem Friedhof heraushebt.

Ersatzpflanzung betont Parkcharakter des Friedhofs

Der Sennhof-Friedhof wurde 2012 reaktiviert. Rund 120 ehemalige Pensionärinnen und Pensionäre haben seither dort ihre letzte Ruhestätte gefunden.

2012 wurde der hinterste Teil des Friedhofs mit Föhren-, Ahorn- und Kirschbäumen neu bepflanzt. Nach dem Entfernen der Fichten ist auch eine Ersatzpflanzung vorgesehen. «Mit der Pflanzung von zwei bis drei grossen Solitärbäumen wird versucht, dem Friedhof einen gewissen Parkcharakter zu verleihen», betont Urs Schenker, und ihn damit wieder dem ursprünglichen Zustand anzunähern. Sind die Solitärbäume, eventuell Linden, gesetzt, wird die restliche Bepflanzung des Friedhofs unmittelbar vorgenommen. «Wir möchten uns aber zuerst ein Bild davon machen, wie der Friedhof mit den Solitärbäumen aussieht, bevor wir über die weitere Art der Bepflanzung definitiv entscheiden», führt Urs Schenker abschliessend aus.

Thomas Fürst