Gemeinde steht als grosse Verliererin da

Strengelbach Widerstand gegen Aufhebung der Buslinie 604

Noch fährt der Bus auf der Linie 604. Doch diese soll aufgehoben werden.Bild: Janine Mueller
Noch fährt der Bus auf der Linie 604. Doch diese soll aufgehoben werden.Bild: Janine Mueller

In Strengelbach formiert sich Widerstand gegen die Fahrplan-Vornehmlassung des regionalen Busanagebots, welches die Aufhebung der Buslinie 604 vorsieht. Im Dorf hat sich ein Komitee besorgter Strengelbacherinnen und Strengelbacher gebildet, dem unter anderem alt Gemeindeammann Werner Kurth angehört. Mit der geplanten Aufhebung der Linie 604 verliere Strengelbach viele Haltstellen, schreibt das Komitee. Ganze Quartiere – das Hard, der untere Teil der Sägetstrasse sowie das Dörfli – seien nicht mehr an den öffentlichen Verkehr angebunden. «Strengelbach verliert damit massiv an Attraktivität und Wohnqualität», betont Werner Kurth. Das sei umso bedauerlicher, weil das Zentrum weitgehend überbaut und eine Weiterentwicklung fast nur im Norden oder Süden stattfinden könne – dort, wo in Zukunft kein Bus mehr halten solle.

Geradezu als Affront sieht das Komitee die Aufhebung der Haltestelle beim Seniorenzentrum Hardmatt mitsamt den 38 vor wenigen Jahren erbauten Alterswohnungen. Das Komitee fordert deshalb nicht nur den Gemeinderat Strengelbach dazu auf, die Aufhebung der Buslinie 604 weiter zu bekämpfen. «Die Bevölkerung muss dem Gemeinderat den Rücken stärken – und sich jetzt bei der Vorvernehmlassung massiv einbringen», lautet die Forderung des Komitees. «Denn Strengelbach braucht gute Verbindungen – und nicht nur entlang der Langenthalerstrasse». Im weiteren wurde auch eine Petition gestartet, die beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt eingereicht wird. «Mit ihr soll Leuten eine Stimme gegeben werden, welche sich elektronisch nicht einbringen können», so Kurth abschliessend.

PD