Geselligkeit, Cervelat und Glühwein bei der Feuerwehr
Oftringen Weihnachtsbäume wurden entsorgt
Geselligkeit, Cervelat und Glühwein bei der Feuerwehr
Schauplatz Feuerwehrmagazin beim Gemeindehaus in Oftringen, Samstagabend: Es riecht nach gebrätelten Cervelats, nach Glühwein, Punsch und heissen Maroni. Vom Himmel fallen Schneeflocken und aus Feuerschalen züngeln Flammen vorwitzig in die hereinbrechende Nacht. Gut gelaunte Menschen tauchen aus allen Himmelsrichtungen auf, sie steuern als Erstes eine auf dem Platz bereitstehende Mulde an und entsorgen dort ihre mitgebrachten Weihnachtsbäume.
Was im Jahresprogramm des Feuerwehrvereins Oftringen schnörkellos «Weihnachtsbaumentsorgungsanlass» genannt wird, ist in Tat und Wahrheit eine in den vergangenen zwei Jahrzehnten zur geselligen Zeremonie gewachsene Veranstaltung, zu der die Bevölkerung Oftringens eingeladen ist.
Zwischen 100 und 150 Weihnachtsbäume würden jedes Mal auf diese Art entsorgt, sagt Ruggero Zähringer, der Präsident des Vereins. «Heute dürften es weniger sein – das Wetter wird wohl einige abschrecken», befürchtete der Mitgründer dieses Events anfangs noch. Doch dann füllte sich die Mulde schneller als erwartet und bei den Feuerschalen reckten immer mehr Arme lange Stecken mit aufgespiesster Wurst der heissen Glut entgegen.
Wem es draussen zu kalt war, konnte sich im nahen Gebäude an einen Tisch setzen und dabei Körper inklusive Seele wärmen. Ruggero Zähringer sagt, er würde jedes Jahr immer etwa dieselben Gesichter sehen. Sein Verein organisiert den Weihnachtsbaumentsorgungsanlass in Eigenregie, Zustupf von der Gemeinde gebe es keinen, dafür aber von Sponsoren. «Ich bin allen dankbar, die hier anpacken und mithelfen», sagt der Präsident. Jil Lüscher



