Hegibau sichert Baugrube unter SBB-Gleisen
Rothrist Der Spatenstich für den Gewerbebau «IRC WorkBox 1» ist erfolgt
Zwei Gewerbehallen mit 13 Arbeitsboxen und 42 Wohnmobil-Parkplätzen realisiert die hegibau ag an der Helblingstrasse. Zur Absicherung des einen Gebäudes sind einbetonierte Nägel bis unter das SBB-Trasse nötig.
Pünktlich zur Znünipause trafen sich am letzten Donnerstag die Verantwortlichen zum Spatenstich für den Gewerbebau «IRC WorkBox 1». Von der hegibau ag war mit Salvatore Schirinzi, Geri Territo, Andreas Stammbach und Jean Consoli die gesamte Geschäftsleitung vor Ort. Letzterer trug in diesem Fall jedoch einen zweiten Hut, respektive Bauhelm: Mit seiner Zofinger IRC Immobilien AG fungiert er bei diesem Projekt nämlich als Bauherr. Projektleiter Jonathan Münch erklärte im gleissenden Sonnenlicht, was an der Helblingstrasse im Kostenrahmen von 14 Millionen Franken zu erwarten ist. Auf einer Grundfläche von 1040 Quadratmetern entsteht an der Hausnummer 6b eine Gewerbehalle mit sechs Einzelboxen für Kleingewerbe. Die Tiefgarageneinfahrt ist 3,3 Meter hoch – und das aus gutem Grund. Nebst 12 Parkplätzen für PKW sollen auch 14 extralange Parkplätze entstehen. In der zweiten, noch grösseren Gewerbehalle «IRC WorkBox 2» an der Helblingstrasse 7 gibt es sieben Arbeitsboxen, 270 Quadratmeter Büroflächen, 26 Parkplätze für PKW und deren 28 extralange Parkplätze.
Betreiber der beiden Liegenschaften wird Donato Castronuovo. Seine HADO GmbH in Beinwil am See hat schweizweit an neun Standorten Gewerbeliegenschaften mit insgesamt 650 Stellplätzen für PKW und Wohnmobile in Betrieb, darunter auch beim neuen Nachbarn, der Giezendanner Transport AG.
Stromgewinn und Energieverlust
Die Gebäude werden mittels Wärmepumpe geheizt. Auf den Dächern stehen Fotovoltaik-Anlagen. Die Gesamtleistung der Solaranlagen beträgt 410 kWp. «Rothrist erhält damit einen grossen Stromproduzenten», freute sich Jonathan Münch.
Viel Energie kosteten die hegibau ag derweil die Verhandlungen mit der SBB. Da das Gebäude mit der Hausnummer 6b teilweise bis wenige Meter an die SBB-Grenze reicht, müssen die Verantwortlichen eine senkrechte statt einer geböschten Baugrube ausheben. Die senkrechte Wand muss mit Beton, Ankern und Nägeln gesichert werden. Die Nägel werden bis unter die Schienen geführt und mit Beton ausgegossen. Die Berechnungen des Bauingenieurbüros Rolf Grimbichler, Olten, helfen, die anspruchsvollste Aufgabe der gesamten Bauzeit erfolgreich zu gestalten.
Um die Starkstromleitungen nicht zu beschädigen, reichen die Arme des Baggers nur bis zu einem vordefinierten Punkt. Sämtliche Fahrzeuge müssen überdies geerdet sein. Sobald Bauarbeiter in der 10-Meter-Zone arbeiten, stellt zusätzliches Personal an den Gleisen sicher, dass die Arbeiten bei jeder Zugdurchfahrt unterbrochen werden. «Natürlich bedeuten diese Umstände einen Mehraufwand für uns. Wir nehmen diese Herausforderungen aber gerne an und sind überzeugt, den Bau innerhalb der vorgesehenen Frist abzuschliessen», sagte Jonathan Münch. Läuft alles wie geplant, ist die erste Halle 2027 bezugsbereit.
Der Baustart für die zweite Gewerbehalle soll 2027 erfolgen. Mietinteressenten dürfen sich direkt bei Jean Consoli (062 785 11 10) oder Donato Castronuovo (079 830 88 85) melden.
Manuel Arnold





