Heimatverein übergibt restaurierten Dörflibrunnen
Rothrist Historischer Brunnen hat einen würdigen Platz gefunden

Mit dem Bau des Schulhauses Dörfli (heute Dörfli I) im Jahre 1914 wurde damals auch ein Zierbrunnen aus Muschelkalk im neobarocken Stil zur Bereicherung des Schulareals aufgestellt.
Nachdem er über die Jahre mehrmals versetzt werden musste, stand er bis 2012 südwestlich des Schulhauses und erfreute bis dahin mehrere Generationen von Schülerinnen und Schülern. Noch heute kursieren unzählige Geschichten in Zusammenhang mit diesem Brunnen. Mit dem Bau des Schulhauses Dörfli IV musste der Brunnen abermals weichen, und wurde im Werkhof zwischengelagert. Mehrfach wurde darüber diskutiert, den Brunnen zu entsorgen, da er Risse aufwies.
Mit der Ankündigung des Gemeinderats, das Schulhaus Dörfli I zu sanieren, wurde der Heimatverein aktiv und machte sich Gedanken, ob nicht in diesem Zusammenhang ein würdiger Platz für den Brunnen gefunden werden könnte. Nachdem der Gemeinderat dem Ansinnen positiv gegenüberstand, hat sich der Heimatverein Rothrist auf die Suche nach einem professionellen Restaurator gemacht und diesen mit der Firma Weber in Röschenz im Laufental gefunden. Nachdem die GV des Heimatvereins 2024 den Kredit für die Restauration des Brunnens gesprochen hatte, stand dem Vorhaben nichts mehr im Wege.
Am Sonntag, 11. Oktober, konnte der Brunnen im Rahmen einer kleinen Feier, in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder, der Gemeinde und der Öffentlichkeit erneut übergeben werden. Der Präsident des Heimatvereins Rothrist, Patrik Siegrist, schilderte in seiner Laudatio den Werdegang des Brunnens und skizzierte den Weg der Restauration auf. Gemeindepräsidentin Daniela Weber nahm den Brunnen stolz entgegen und dankte dem Heimatverein für sein jahrzehntelanges Engagement zugunsten der Gemeinde Rothrist.
Der Dörflibrunnen und das renovierte Schulhaus Dörfli I können anlässlich des Herbstmarktes am 24. Oktober besichtigt werden. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen. Hans Rudolf Sägesser