Italienische Klänge verzaubern im Park Alter Friedhof
Aarbrug Verweilen am Mozartweg mit eindrucksvoller Serenade

Italienische Klänge verzaubern im Park Alter Friedhof
Unter dem Motto «Mozart und Italien» entführte das Bläserensemble La Banda Storica beim bereits vierten sommerlichen Besuch im Park Alter Friedhof das Publikum auf eine musikalische Reise in den Süden Europas. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Verweilen am Mozartweg» gestalteten die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Bernhard Röthlisberger einen stimmungsvollen Sommerabend mit Werken von Johann Christian Bach, Wolfgang Amadé Mozart und Giovanni Simone Mayr.
Italien beflügelte drei Meister
Der rote Faden des Konzerts war die enge Verbindung der drei Komponisten zu Italien. Johann Christian Bach, der als «Mailänder Bach» bekannt wurde, verbrachte prägende Jahre in Mailand und Bologna, bevor er nach London ging, wo er dem jungen Mozart begegnete. Auch der aus Deutschland stammende Giovanni Simone Mayr fand in Bergamo seine künstlerische Heimat und entwickelte sich dort zu einem der bedeutendsten Opernkomponisten seiner Zeit. Mozart unternahm bereits als Jugendlicher mehrere Italienreisen, auf denen er seine Begeisterung für die italienische Oper vertiefte – ein Einfluss, der auch in seinem späteren Schaffen spürbar blieb.
Das Programm spiegelte diese musikalischen Verbindungen eindrucksvoll wider. Bachs Bläsersinfonie Nr. 3, Mozarts heiteres Divertimento Nr. 1 für drei Bassetthörner sowie Mayrs klangvolle Sonata a sei zeigten die Vielfalt der Bläsermusik zwischen Frühklassik und beginnender Romantik.
Für den authentischen Klang sorgten die Solistinnen und Solisten von La Banda Storica: Bernhard Röthlisberger und Anna Fronczak (Klarinette/Bassetthorn), Etele Dosa (Bassetthorn), Sebastian Schindler und François Rieu (Hörner) sowie Vera Röthlisberger (Fagott). Das 2022 von Mitgliedern des Berner Symphonieorchesters gegründete Ensemble musiziert auf historischen Instrumenten und lässt die Klangwelt der Mozartzeit lebendig werden.
Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum für einen gelungenen Sommerabend, der eindrucksvoll zeigte, wie zeitlos und lebendig die Musik dieser Epoche bis heute ist. Vor und nach dem Konzert konnten Besucherinnen und Besucher zudem den Religionsgarten besichtigen und an Führungen teilnehmen. So verband die Veranstaltung Musik, Geschichte und Natur zu einem weiteren besonderen kulturellen Erlebnis in Aarburg.Hans-Ulrich Schär