Kinder eroberten die Aare auf dem Weidling

Aarburg Die Pontoniere luden bei schönstem Wetter zum Schnuppertraining

Kraft, Ausdauer und Präzision sind beim Pontoniersport gefragt.

Kraft, Ausdauer und Präzision sind beim Pontoniersport gefragt.

Unter fachkundiger Anleitung übernahm die kleine Johanna das Ruder. bilder: Manuel Arnold

Unter fachkundiger Anleitung übernahm die kleine Johanna das Ruder. bilder: Manuel Arnold

Die Fahrt mit dem Motorboot war für viele das Highlight.

Die Fahrt mit dem Motorboot war für viele das Highlight.

Die Pontoniere Aarburg brachten am vergangenen Samstag rund zwei Dutzend Kindern den Pontoniersport näher.

Am Schnuppertraining gab es für die potenziellen Pontoniere viel zu entdecken. Am Landhausquai lernten Kinder ab acht Jahren unter anderem, wie man Seile knüpft: Kreuzknoten und «Lätsch» (der Schifferknoten) wollen schliesslich gelernt sein. Wer Lust hatte, durfte anschliessend sein Wissen in die Praxis umsetzen und aus Holzstämmen und Seilen eine stabile Brücke bauen.

Eine angezogene Schwimmweste später standen die Teilnehmer bereits im Weidling. So nennt sich das 350 Kilogramm schwere Militärboot, auf dem Jungpontoniere unterwegs sind. Unter der fachkundigen Anleitung der Vereinsmitglieder durften sie in Ufernähe mit dem Stachel hantieren, um das Boot gegen die Strömung flussaufwärts zu manövrieren. Im zweiten Teil ging es mit dem Ruder flussabwärts, die Ideallinie in der «Woog» suchend, um wieder sicher am Ufer zu landen. Eine der Teilnehmerinnen war Johanna. Sie zeigte am Ruder echtes Talent, sehr zur Freude ihres Mamis Lianne Gretz, die im gleichen Boot sass.

Das Highlight war für die meisten wohl die Fahrt im Übersetzboot. Von einem Bootsmotor angetrieben, rauschten die Insassen übers Wasser, vorbei an Entenfamilien und Biberbauten, bis hinauf zum Stauwehr. Die Geschwindigkeit war zu viel für den Strohhut von Medienchef Urs Wüthrich. Er flog in die Luft, dann ins Wasser, bevor ihn die versierten Pontoniere mit einem gekonnten Rettungsmanöver wieder einholten. «Eine willkommene Abkühlung», kommentierte Wüthrich seine nasse Kopfbedeckung schmunzelnd.

Zurück an Land durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Bratwurst und Brot stärken. Urs Wüthrich und Fahrchef Michel Roos erklärten gegenüber dem «Wiggertaler», dass das Schnuppertraining enorm wichtig sei, um den Pontoniernachwuchs von morgen zu gewinnen. Und um die Junioren in der Winterpause, wenn die Boote wieder im Militärmagazin eingelagert sind, nicht zu verlieren, bieten die Pontoniere Aarburg seit einigen Jahren Schwimmkurse an. Das stärkt den Zusammenhalt und erhöht die Sicherheit.

Pontoniere steuern auf Wasserfest zu

Apropos Zusammenhalt: Das Gesellige wird bei den Pontonieren grossgeschrieben. Und dass die Aarburger echte Meister im feuchtfröhlichen Feiern sind, beweisen sie alle zwei Jahre mit dem Wasserfest. Dieses Jahr ist es wieder so weit, wenn das grosse Sommernachtsfest mit Musik-Feuerwerk am 24. und 25. Juli die Bevölkerung aus Aarburg und Umgebung in Scharen an die Aare lockt. Manuel Arnold