Kinder vergruben Wünsche für «Benno Biber»
Vordemwald Am vergangenen Freitag fand der Spatenstich für die Schulraumerweiterung statt
Mit Liedern, Kinderwünschen und einer Zeitkapsel ist am Freitag der Startschuss für die Schulraumerweiterung in Vordemwald gefallen. Beim Spatenstich standen vor allem jene im Mittelpunkt, für die gebaut wird: die Schülerinnen und Schüler.
«What about us» von Pink schallte am Freitagmorgen über die Schulanlage in Vordemwald. Mit dem Lied eröffnete der Kinderchor den offiziellen Spatenstich für das Generationenprojekt «Benno Biber». Gemeinderätin Irina Bannwart griff die Liedwahl auf: «Das Lied passt, denn wir bauen ja für euch.»
Mit dem Spatenstich beginne nicht nur der Bau, sagte Bannwart, vielmehr setze die Gemeinde damit ein Zeichen für die Zukunft des Dorfes und der Schule. Gleichzeitig stimmte sie die Kinder darauf ein, dass es in den kommenden Monaten lauter werden dürfte und der Schulalltag nicht immer wie gewohnt ablaufen könne.
Von der Planung zur Baustelle
Bis zum Spatenstich war es ein langer Weg. Bannwart blickte auf die Entwicklung des Generationenprojekts zurück, dessen Schulraumplanung 2022 ihren Anfang nahm. Im Juni 2024 bewilligte die Bevölkerung einen Planungskredit von 1,6 Millionen Franken. 2025 ging das Projekt «Benno Biber» als Sieger aus dem Architekturwettbewerb hervor. Im November stimmte die Gemeindeversammlung schliesslich dem Verpflichtungskredit von 10,93 Millionen Franken für die erste Phase zu. Diese umfasst einen Ergänzungsneubau für das Schulhaus, einen neuen Kindergarten sowie Aussensportanlagen. Die Neubauten sollen auf das Schuljahr 2027/28 bezugsbereit sein.
Von Rutschen und Robotern
Was sich die Kinder von ihrer künftigen Schule erhoffen, hatten sie zuvor selbst zu Papier gebracht. Jede Klasse gestaltete ein Bild mit ihren Wünschen. Die Erstklässler träumen etwa von einer grossen Bibliothek – und einer Rutschbahn aus dem Fenster. Die zweite Klasse wünscht sich Roboter, die den Kindern ihre Stifte bringen. Für die Klasse 4a sollte es ein Trampolinpark sein. Nacheinander stellten die Kinder ihre Ideen vor und legten die Bilder anschliessend in eine Metallkiste. Schulleiterin Nihal Körber ergänzte die Zeitkapsel unter anderem mit den Projektplänen und einer Ausgabe des «Zofinger Tagblatts» vom Tag des Baustarts.
Dann wurde es ernst: Ein Schüler durfte im Bagger Platz nehmen und die Grube für die Zeitkapsel auf dem Rasenplatz vor der Turnhalle ausheben. Anschliessend streiften Mitglieder des Schülerrats und der Baukommission Warnwesten und Bauhelme über und griffen zu den Schaufeln. Gemeinsam füllten sie die Grube wieder auf. Unter der künftigen Schulanlage schlummern damit nun die Wünsche jener Generation, für die «Benno Biber» gebaut wird. Lea Fabian



