«Lasst uns das Leben geniessen»
Rothrist Frühschoppenkonzert im «Rössli»
Rund 140 Personen waren am Sonntagmorgen im Restaurant Rössli in Rothrist erschienen. Eingeladen hatten die 16 Mitglieder der Dorfspatzen Rothrist sowie die zehn Solothurner Bläserinnen und Bläser der «Power Polka Band». Und der Name war Programm: Was die beiden Brass Band-Formationen dem Publikum boten, waren in erster Linie Polkas. Aber auch Märsche und sogar einen Walzer hatte es dabei. «Lasst uns das Leben geniessen», hiess das passende Motto des Frühschoppenkonzerts.
Den Anfang machten die Dorfspatzen mit dem «Fliegermarsch» von Hermann Dostal. Es folgten etliche Polkas wie «Ins Glück» oder «Fernweh-Polka» von Mathias Gronert; «Böhmische Liebe» von Mathias Rauch, an einem Abend bei einer Flasche Wein komponiert; «Mit Herz und Schwung» von Roland Kohler oder die Polka «Lasset uns das Leben geniessen», basierend auf einer böhmischen Volksweise und Motto des Tages. Weitere Highlights wie der «Deutschmeister Regimentsmarsch» von Wilhelm August Jurek oder der «Prager Musikantenmarsch» von Walter Scholz prägten die Darbietungen der 59-jährigen Formation, bei der noch drei Gründungsmitglieder mitspielen und die sich für ihr Jubiläum im nächsten Jahr vorbereitet. «Das Programm ist in Planung», stellte Dirigent Simon Schwizer in Aussicht.
Während die Dorfspatzen danach Feierabend hatten, ging es für Schwizer gleich weiter: Der Luzerner leitete auch die «Power Polka Band». Und hatten schon die Rothrister viel Applaus für ihre Darbietungen bekommen, so heimste die Solothurner Formation erst recht einen solchen ein. Kein Wunder, stehen doch etliche Militärtrompeter in ihren Reihen. Der «Florentiner Marsch» von Julius Fučik und der «Solothurner Marsch» des unvergessenen Fulenbacher Komponisten Stephan Jaeggi setzten die Messlatte sehr hoch. Aber auch die Polka-Darbietungen wie die anspruchsvolle «Stupava Polka» von Vladimir Jurca oder der «Böhmische Traum» von Norbert Gälle zeugten von ihrem Können. Ihre Hommage an die fünf St. Galler «Fäascht-Bänkler» bildete den Abschluss eines gut dreistündigen hochklassigen Konzerts, das zahlreiche Zugaben nach sich zog. Beat Wyttenbach



