Menschen zusammenbringen und Generationen verbinden

Oftringen Die Trachtengruppe Oftringen lud zu ihrem «Trachte-Obe» in die Mehrzweckhalle ein

Annette Berger inszenierte ihre Zugabe mit hoher Konzentration.

Annette Berger inszenierte ihre Zugabe mit hoher Konzentration.

Der 13-köpfige Trachtenchor brillierte mit seinen Liedern.

Der 13-köpfige Trachtenchor brillierte mit seinen Liedern.

Auch die Tanzgruppe zeigte ihr Können.bilder: Beat Wyttenbach

Auch die Tanzgruppe zeigte ihr Können.bilder: Beat Wyttenbach

Tombola: Die Preise präsentierten sich reichhaltig.

Tombola: Die Preise präsentierten sich reichhaltig.

Sven Guggisberg und Fabienne Berz präsentieren in der Pause ihre selbst geschnitzten Edelweisse.

Sven Guggisberg und Fabienne Berz präsentieren in der Pause ihre selbst geschnitzten Edelweisse.

Fast volle Mehrzweckhalle: Der Anlass der Trachtengruppe war gut besucht.

Fast volle Mehrzweckhalle: Der Anlass der Trachtengruppe war gut besucht.

Unter dem Motto «Tradition lebt – Kultur bewegt» führte die Trachtengruppe Oftringen im 89. Jahr ihres Bestehens am Samstagabend in der örtlichen Mehrzweckhalle ihren «Trachte-Obe» durch; rund 200 Personen wohnten dem Anlass bei.

«Kultur bewegt uns im Herzen, bringt Menschen zusammen und verbindet Generationen», betonte Präsidentin Franziska Wüest im Vorwort des Programms. Und gleichzeitig sei sie ständig in Bewegung, «sie entwickelt sich weiter, ohne ihre Wurzeln zu verlieren». Damit dies geschehe, könnten alle ihren Beitrag leisten.

Der erste Teil – Sarina Lustenberger führte durch den Abend – gestaltete sich noch traditionell: Der Trachtenchor unter der Direktion von Regula Zimmerli sowie die Tanzgruppe unter der Leitung von Lisebeth Wälchli und Bruno Loosli, begleitet von der «Oberbaselbieter Ländlerkapelle», wechselten sich ab mit Liedern wie «Chilbitanz» von Emil Grolimund, «Chlyni Wunder» des unvergessenen Adolf Stähli oder «Sunnestahle» von Hannes Furrer, der selbst anwesend war. Und die «Habsburger Mazurka» von Markus Vogel oder der «Bändertanz» von Heinz Baumann offenbarten die Künste der Gruppe. Dann war Pause, und nebst der obligaten Tombola lockten die Teenager Fabienne Berz und Sven Guggisberg mit ihren Edelweiss-Schnitzereien das Publikum an; dies auf der Suche nach Gönnern.

Der Verein öffnete seinen kulturellen Horizont

Nach der Pause waren es wieder Lieder und Tänze wie «Bim Vernachte» von Emil Herzog, «Bärgwanderig» von Manuela Brunner-Küng oder das «Nachtbuebe-Lied» von Jost Marty, die das Publikum erfreuten. Doch öffnete der Verein seinen kulturellen Horizont, und Solos sowie Duette prägten den zweiten Teil.

Regula Zimmerli und Annette Berger – Mutter und Tochter – intonierten «Für immer uf di» von Patent Ochsner. Und Zimmerli liess in ihrem Solo «Öiser eine chönnt das au» die Erinnerung an Schauspielerin Magrit Rainer aufleben. Berger sang «Amerika» von Adrian Stern und Polo Hofers «Kiosk»: Damit begeisterte sie so sehr, dass sie und ihr musikalischer Begleiter Milo Heer zur Freude des Publikums «House oft he Rising Sun» von «The Animals» zum Besten gaben. Und als Überraschung brachten Zimmerli und Käthi Luder «Heiterefahne» von Trauffer dar.

Den Abschluss bildete die Aufführung beider Formationen, Trachtenchor und Tanzgruppe: «Göschene-Airolo» von der «Stubete Gäng» entliess das Publikum stimmungsvoll und zufrieden in die milde Spätwinternacht.

Beat Wyttenbach