Nachzügler siegt am Niklaus-Thut-Schwinget

Zofingen Zwei Tage lang stand die Thut-Stadt im Zeichen des Schwingsports

Früh übt sich, wer ein echter Schwinger sein will.Bild: habu fotografie

Früh übt sich, wer ein echter Schwinger sein will.Bild: habu fotografie

Laraina Iten, 4. Rang, Ronja Bieneck (6.) und die Siegerin Meitli 1, Laura Schlüchter (von links).Bild: Jil Lüscher

Laraina Iten, 4. Rang, Ronja Bieneck (6.) und die Siegerin Meitli 1, Laura Schlüchter (von links).Bild: Jil Lüscher

Festsieger Nick Alpiger.Bild: habu fotografie

Festsieger Nick Alpiger.Bild: habu fotografie

Lokalmatador Sinisha Lüscher beendete den Wettkampf auf Rang 2.Bild: habu fotografie

Lokalmatador Sinisha Lüscher beendete den Wettkampf auf Rang 2.Bild: habu fotografie

Hochkarätiger Schwingsport gab es für die knapp 2000 Zuschauer zu sehen.Bild: habu fotografie

Hochkarätiger Schwingsport gab es für die knapp 2000 Zuschauer zu sehen.Bild: habu fotografie

Patrick Räbmatter, Vizepräsident des Schwingklubs Zofingen und Umgebung.Bild: habu fotografie

Patrick Räbmatter, Vizepräsident des Schwingklubs Zofingen und Umgebung.Bild: habu fotografie

Der Schlussgang der Meitli 1.Bild: Jil Lüscher

Der Schlussgang der Meitli 1.Bild: Jil Lüscher

Nick Alpiger gewinnt das gut besetzte Niklaus-Thut-Schwinget in Zofingen. Dabei wollte der Seoner Eidgenosse noch wenige Stunden vor dem Fest gar nicht teilnehmen.

Manchmal erweisen sich spontane Entscheidungen als goldrichtig. Kurz, bevor Nick Alpiger am Samstagabend ins Bett ging, schrieb er seinen Trainern, dass er am Sonntag – entgegen seiner ursprünglichen Planung – doch zu schwingen gedenkt. Gesagt, getan: Der Eidgenosse des Schwingklubs Lenzburg fuhr am Morgen mit seiner Familie von Seon nach Zofingen und meldete sich vor Ort für das Niklaus-Thut-Schwinget an.

Weshalb aber der kurzfristige Meinungsumschwung? Der Blick auf das Teilnehmerfeld genügte, um bei Alpiger das Wettkampf-Gen zu stimulieren. «Bei so einer Besetzung ist ein Schwingfest das beste Training, was man haben kann», sagte der Aargauer Eidgenosse. Mit Sinisha Lüscher, Joel Strebel sowie den Gebrüdern Andreas und Lukas Döbeli standen bereits vier Eidgenossen auf der Startliste. Mit Alpiger erhöhte sich diese Zahl auf fünf. Das sorgte vor knapp 2000 Zuschauern für ein Schwingfest auf hohem Niveau.

Alpiger stellte zum Auftakt gegen Lukas Döbeli, marschierte dann aber mit vier Siegen in Serie schnurstracks in den Schlussgang. Auch in der zweiten Spitzenpaarung zwischen Sinisha Lüscher und Joel Strebel gab es keinen Sieger. Der Solothurner und der Freiämter lieferten sich danach ein Fernduell um den zweiten Schlussgang-Platz.

Strebel behielt mit einem Viertelpunkt Vorsprung nach fünf Gängen knapp das bessere Ende für sich und durfte mit Alpiger um den Festsieg kämpfen. Die Endausmarchung war dann aber eine überraschend klare Angelegenheit. Nach kurzer Gangdauer lag Strebel geschlagen im Sägemehl. Alpiger durfte sich bereits zum zehnten Mal in der laufenden Saison als Festsieger feiern lassen – eine schier unglaubliche Bilanz.

Der Erlinsbacher Jan Roth, der sich in den letzten Monaten aus persönlichen Gründen aus dem Wettkampfsport zurückgezogen hatte, zeigte, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Der 21-Jährige beendete das Fest auf dem starken dritten Rang und musste sich lediglich den beiden Eidgenossen Sinisha Lüscher und Joel Strebel geschlagen geben. «Ich habe grosse Freude, wie es mir gelaufen ist», sagte Roth. Für Zwillingsbruder Tim ist die Saison nach dem Riss des Aussenmeniskus vorbei.

Auch Lukas Döbeli musste das Fest nach vier Gängen aufgeben. Im Kampf gegen Robin Studinger zog sich der Freiämter vermutlich eine Blessur an den Adduktoren zu.

Jasmin Gäumann siegt am Meitlischwinget

Bei sommerlichen Bedingungen durfte der Schwingklub Zofingen und Umgebung bereits am Vortag rund 350 Zuschauerinnen und Zuschauer zum 2. Frauen- und Meitlischwingfest begrüssen. In der Kategorie Aktive setzte sich Schwingerkönigin 2025 Gäumann Jasmin mit fünf Siegen und einem Gestellten souverän durch und gewann das Fest am Samstag mit 58.25 Punkten. Rang zwei belegten Klossner Melissa und Schwingerkönigin 2024 Egli Isabel, gefolgt von Suchet Mélissa auf Rang drei. Insgesamt konnten neun Schwingerinnen den Kranz gewinnen.

Auch der Nachwuchs bot attraktiven Schwingsport. Bei den Meitli 1 gewann Schlüchter Laura bereits ihren vierten Festsieg der Saison und bestätigte damit ihre starke Form. In der Kategorie Meitli 2 durfte sich Burri Nicole als Festsiegerin feiern lassen. Bei den Zwergli setzte sich Schäfer Elina durch und verwies Rachel Loperetti sowie Gian Stocker auf die weiteren Podestplätze.

Für den Schwingklub Zofingen startete Keller Jasmin vor heimischem Publikum. Auch wenn es diesmal noch nicht für einen Spitzenrang reichte, durfte sie wertvolle Wettkampferfahrung sammeln. Marcel Kuchta/Jacqueline Gut