Neue Japankäfer-Funde: acht Gemeinden im Bezirk sind betroffen
Region Teile von Rothrist und Murgenthal liegen neu im Befallsherd
Neue Japankäfer-Funde: acht Gemeinden im Bezirk sind betroffen
Vor zwei Jahren wurden einzelne Japankäfer in der Nähe der solothurnischen Autobahnraststätte Gunzgen Süd gesichtet. 2025 scheint sich eine kleine Population dort eingenistet zu haben. Daraufhin wurde mittels einer Verfügung ein Befallsherd und eine Pufferzone errichtet.
Da diese mindestens einen, beziehungsweise fünf Kilometer um den Fundort des Käfers gelten, lagen Aarburg, Oftringen, Rothrist, Strengelbach, Vordemwald und Murgenthal in dieser Pufferzone. Zwischen Juni und September durfte Grüngut nur unter bestimmten Voraussetzungen die betroffenen Gemeinden verlassen.
Teile von Rothrist und Murgenthal liegen neu im Befallsherd. Bei Murgenthal betrifft es lediglich etwa fünf Landwirtschaftsparzellen, wie die Gemeinde auf Anfrage schreibt. Weitere Teile von Murgenthal und Rothrist liegen in der Pufferzone. Wie schon im letzten Jahr gehören auch Aarburg, Oftringen, Strengelbach und Vordemwald zu diesem Kreis. Neu in der Pufferzone sind Brittnau und Zofingen, wenn auch nur mit kleinen Teilen der Gemeinde.
Welche Massnahmen gelten in diesen Zonen?
Bei den Bekämpfungsmassnahmen wird zwischen Befallsherd und Pufferzone, wie auch zwischen ganzjährig und zeitlich beschränkt zwischen 1. Juni und 30. September unterschieden. In diesem Zeitraum darf Grüngut nur nach bestimmten Voraussetzungen die beiden Zonen verlassen. Das Grüngut muss unter 5 Zentimeter gross sein und insektensicher transportiert werden oder der ganze Transport, wie auch das Abladen, findet komplett geschlossen statt. Entsprechend muss die Grüngutentsorgung der Gemeinden angepasst werden.
Im Befallsherd, also auch in den betroffenen Teilen von Murgenthal und Rothrist, dürfen zwischen Juni und September keine Grün- und Rasenflächen bewässert werden. Das ganze Jahr über dürfen die obersten 30 Zentimeter des Bodens nicht aus dem Bereich hinausgebracht werden. Auch Kompostmaterial muss in der Zone bleiben.
Gemeinden setzen auf Mitarbeit der Bevölkerung
Die betroffene Bevölkerung über diese und alle weiteren Massnahmen zu informieren, ist die Aufgabe der Gemeinde. Rothrist schreibt die Betroffenen im Befallsherd direkt an, andere Gemeinden kommunizieren über Website oder E-Mail oder ziehen Flyer in Betracht. Die Gemeinden Vordemwald, Murgenthal, Rothrist und Strengelbach appellieren an die Unterstützung der Bevölkerung bei der Umsetzung der Massnahmen. Die Auslöschung der Japankäfer in der Schweiz ist wohl nicht mehr möglich. Die Massnahmen sollen darauf ausgerichtet sein, die ungehinderte Massenausbreitung zu verhindern und wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden. Jens Blattner



