Rothrist weihte sein historisches Bijou ein

Rothrist Das altehrwürdige Schulhaus «Dörfli 1» ist nach seiner Gesamtsanierung bereit für die kommenden Generationen

Das Schulhaus  «Dörfli 1» hat viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt.Bilder: Manuel Arnold

Das Schulhaus «Dörfli 1» hat viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt.Bilder: Manuel Arnold

Dachstock. Besenrein.

Dachstock. Besenrein.

Wie auch ohne Spickzettel eine flüssige Ansprache gelingt, bewies Gemeindepräsidentin Daniela Weber.

Wie auch ohne Spickzettel eine flüssige Ansprache gelingt, bewies Gemeindepräsidentin Daniela Weber.

Ein Uhrwerk aus längst vergangenen Zeiten.

Ein Uhrwerk aus längst vergangenen Zeiten.

Moderne Schulräume warten auf die wissbegierigen Kinder.

Moderne Schulräume warten auf die wissbegierigen Kinder.

Gemeindeschreiber Stefan Jung war unter den Versammelten.

Gemeindeschreiber Stefan Jung war unter den Versammelten.

Beim Apéro stiessen die Beteiligten auf den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten an.

Beim Apéro stiessen die Beteiligten auf den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten an.

Mintfarbene Akzente ziehen sich durch das gesamte Gebäude.

Mintfarbene Akzente ziehen sich durch das gesamte Gebäude.

Niccolò Wyss von den Batimo AG Architekten würdigte die Arbeit aller beteiligter Partner.

Niccolò Wyss von den Batimo AG Architekten würdigte die Arbeit aller beteiligter Partner.

Rothrist weihte sein historisches Bijou ein

Rothrist feierte am Donnerstagabend den Abschluss der Totalsanierung am Schulhaus «Dörfli 1». Nach Beseitigung historischer Altlasten glänzt der Bau von 1914 in neuem Kleid und steht dem regionalen Oberstufenzentrum wieder als modernes Herzstück zur Verfügung.

«Mitten in Rothrist ist ein Bijou entstanden», sagte Daniela Weber vor den geladenen Gästen, die sich wie eine grosse Klasse vor der Schulhaustreppe versammelt hatten. Als Gemeindepräsidentin mit den Ressorts Bildung, Liegenschaften und Betrieb hatte sie gleich mehrere Gründe zur Freude, dass das Schulhaus nach einer einjährigen Totalsanierung in neuem Glanz erstrahlt. «Während der Bauzeit musste die Schule ausweichen. In die Kirche, in den Geisshubelpavillon. Auch wenn das sicher eine schwierige Zeit war, so hoffe ich doch, dass die Freude am neuen Schulgebäude überwiegt.»

1914 entstand das vom Zofinger Architekten Otto Senn kreierte Schulhaus. Eine Einweihung gab es nie, weil Ende Juli der Grosse Krieg ausbrach und viele Arbeiter zu den Waffen gerufen wurden (mehr zur Geschichte des Schulhauses «Dörfli 1» finden Interessierte in der Wiggertaler-Ausgabe vom 23. Juli).

Den Charakter und den Charme des schützenswerten Bauwerks zu erhalten, war die Aufgabe der Batimo AG Architekten. Geschäftsleitungsmitglied Niccolò Wyss sprach über den erfolgreich entfernten schadstoffhaltigen Putz, der bei einer «Versanierung» Ende der 1970er-Jahre angebracht worden war, aber auch über die schönen kastanienfarbenen Holz-Metall-Fenster und den frischen mintgrünen Farbton, der akzentuiert im gesamten Schulhaus zu finden ist.

In der Folge durften sich die Anwesenden selbst ein Bild von der getanen Arbeit machen. In zwei Gruppen wandelten die Anwesenden durch die Gänge, die modernen Klassenzimmer mit digitalen und analogen Schultafeln. Die Mutigen erklommen eine steile Treppe, um einen Blick auf den Dachstuhl zu werfen.

Im Schatten der Linden auf dem Schulhausplatz durften alle Anwesenden auf das totalsanierte Bijou anstossen. Besondere Freude herrschte dabei bei Patrick Siegrist, der als Hauswart zum «Dörfli 1» Sorge trägt, und bei André Studer, Leiter Liegenschaften, der das Projekt seitens Gemeinde verantwortet hat. Die Gemeinderätinnen Irina Bannwart (Vordemwald) und Mirjam Plüss (Murgenthal) zeigten sich ebenfalls zufrieden: Mit dem «Dörfli 1» gewinnt das gemeinsame Oberstufenzentrum sein historisches Herzstück zurück. Manuel Arnold