Standing Ovations für «De Tüfel vo Zofige»

Zofingen Regionale Musikschule begeistert im Stadtsaal

Die jungen Sängerinnen und Sänger proben seit Sommer für den Auftritt.

Die jungen Sängerinnen und Sänger proben seit Sommer für den Auftritt.

Der böse Handel: Die Hauptdarstellerinnen Timea als Bärtu, Lou als Teufel, Laurien als Kätzchen mit Chor.bilder: Alina Forster

Der böse Handel: Die Hauptdarstellerinnen Timea als Bärtu, Lou als Teufel, Laurien als Kätzchen mit Chor.bilder: Alina Forster

Ein zweimal nahezu voll besetzter Stadtsaal und ein begeistertes Publikum – die Neuinszenierung des «De Tüfel vo Zofige» im Stadtsaal Zofingen fand grossen Anklang. Zu Recht: Denn die Produktion der Regionalen Musikschule Zofingen unter der schwungvollen Leitung von Teresa Sophie Puhrer war ein mitreissendes Gesamterlebnis, getragen von rund 50 Kindern und Jugendlichen, die mit deutlich spürbarer Freude und grossem Engagement auf der Bühne standen.

Das musikalische Können der jungen Musikerinnen und Musiker beeindruckte: Die Chöre klingen sicher und differenziert, die Solistinnen und Solisten überzeugen mit Ausdruck und Klarheit. Gleich zu Beginn gibt die WindBand mit «Sing, Sing» das passende Motto aus und danach setzt der von Ivie und dem Chor kraftvoll interpretierte Musical-Hit Aquarius einen markanten Auftakt. Auch szenisch hat die Aufführung einiges zu bieten. Die von den Mitwirkenden selbst gestalteten Bühnenbilder schaffen eine charmante Zofingen-Ästhetik. Eindrucksvoll sind die Auftritte der dynamischen Jugendgang angeführt von Flavia im Gegensatz zur wahrlich zauberhaft tanzenden, von Mozart singenden Chorkindern umringten Nachwuchs-Ballerina Helen als Musikfee. Stimmlich stark die düster inszenierten Hexen Rose, Alisha und Amlie, süss die Kätzchen Laurien und Leonie sowie die Geister Meret, Keana und Julia. Ein musikalisches Highlight zum Schluss setzt die Zofinger Hymne «Morn gömmer i’d Ferie», bei der das Publikum mitsingen darf.

In den Hauptrollen brillieren Lou als Teufel und Timea als Bärtu sowie Fabienne Probst und Ronja als Erzählerinnen: Sie tragen das Stück nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch mit grosser Bühnenpräsenz.

Bemerkenswert ist darüber hinaus, wie selbstverständlich selbst die jüngsten Kinder – ob im Chor oder in den Ensembles – ihren Platz auf der Bühne finden. Es entfaltet sich so eine Inszenierung, die Tempo und Atmosphäre geschickt verbindet und die bekannte Zofinger Sage in ein lebendiges Bühnenstück verwandelt. Ein Musical, das zeigt, wie überzeugend Nachwuchsarbeit auf hohem Niveau gelingen kann. Das Publikum belohnt die Aufführung verdienterweise mit viel Applaus und Standing Ovations. Teresa Puhrer