Tour de Suisse ersetzt «Donnschtig Jass»

Aarburg Die Gemeinde rückt bei der diesjährigen Tour de Suisse als Etappenort ins Rampenlicht

Die Tour de Suisse fuhr 2025 unter anderem über die Henzmannstrasse in Zofingen.Bild: Janine Müller
Die Tour de Suisse fuhr 2025 unter anderem über die Henzmannstrasse in Zofingen.Bild: Janine Müller

Aarburg ist am 20. Juni Etappenort der diesjährigen Tour de Suisse. Der Sportevent sei ein «nationales Grossereignis mit enormer Strahlkraft», sagt der Stadtpräsident. Er verrät, was alles geplant ist.

Gemäss Stadtpräsident Hans-Ulrich Schär hat sich der Organisator der Tour de Suisse bei der Stadt gemeldet. «Dies aufgrund der Absage des Jass-Duells mit Murgenthal», so Schär. Nach einer Rekognoszierung durch das nationale OK und weiteren – insbesondere finanziellen Abklärungen – habe sich der Stadtrat zur Übernahme des Etappenorts für das Einzelzeitfahren entschieden. Dieses wird nach neuem Konzept am Vormittag das Rennen der Frauen und am Nachmittag das Herrenrennen beinhalten.

«Gestartet wird in etwa auf der Höhe des Rathauses und das Ziel befindet sich nach der Runde um den Born am Landhausquai», erklärt Schär. Die Hauptverantwortung für die Organisation liege beim Verein Tour de Suisse als Veranstalter. In Aarburg gibt es aber ein lokales OK. Es ist jenes, das auch den «Donnschtig-Jass» betreut hätte. Geht es nach Schär, soll der Anlass «ein echtes Volksfest werden». Geplant sind eine Fan-Zone, Verpflegungsstände, Angebote für Familien und Kinder sowie verschiedene Aktivitäten rund ums Velo.

Während der Zeit, in der die Tour de Suisse vor Ort ist, werden gewisse Bereiche temporär gesperrt. Dies betrifft vor allem die Rennstrecke sowie den Start- und Zielbereich. Für klar signalisierte Umleitungen werde gesorgt. «Es ist wichtig, die Bevölkerung frühzeitig und transparent zu informieren, damit sich alle gut darauf einstellen können», findet Hans-Ulrich Schär. Daher werde es einen Informationsanlass zusammen mit dem nationalen OK geben.

Stadtrat rechnet mit Einnahmen

Kostenlos ist die Durchführung des Zeitfahrens in Aarburg nicht. Kosten entstehen hauptsächlich aufgrund der Etappenort-Gebühr sowie Aufwendungen für Infrastruktur, Sicherheit und Organisation. «Es werden aber auch Einnahmen durch Sponsoring generiert. Das Ganze muss sich im Budget für den Jass-Anlass bewegen, welches durch den Souverän genehmigt wurde», betont Schär. Den finanziellen Aspekten werde besonders hohe Beachtung geschenkt. Die Gemeindeversammlung Aarburg genehmigte im November im Rahmen des Budgets den Betrag von 100'000 Franken.

«Gleichzeitig darf man aber den Gegenwert nicht unterschätzen. Die mediale Präsenz, die Wertschöpfung für die lokale Wirtschaft und die nachhaltige Imagewirkung für Aarburg und die Region», sagt Schär. «Der Stadtrat ist überzeugt, dass sich dieses Engagement fürs Städtli und die Region sehr lohnt.»Janine Müller