Wilder Ritt durch die Hölle des Nordens
Brittnau Nachwuchstalent Jann Salm nahm an Paris-Roubaix teil
Wilder Ritt durch die Hölle des Nordens
Der Radrennfahrer Jann Salm aus Brittnau hat bei seiner Teilnahme in der «Hölle des Nordens», wie der Rad-Klassiker Paris-Roubaix genannt wird, gelitten und wertvolle Erfahrungen gesammelt.
Kopfsteine (Pavés) sind das Markenzeichen von Paris-Roubaix. Die Rennstrecke beinhaltet viele dieser holprigen Pavé-Abschnitte. Sie verlangen den Fahrern und ihrem Material alles ab. «Die Zofinger Altstadt ist dagegen eine Autobahn», sagt Jann Salm. Er hat das Rennen am vergangenen Sonntag in der Juniorenkategorie bestritten und ist als 41. ins Ziel gekommen.
Der bald 18-jährige Brittnauer sagt, er habe noch nie ein derart chaotisches und hartes Rennen erlebt, geprägt von vielen Stürzen, Defekten und Aufgaben. Er selbst habe Glück gehabt: «Ich kam, ohne zu stürzen und ohne Material-Schäden durch die Kopfsteinpflaster-Sektionen.»
Im Feld sei hart um vordere Positionen gekämpft worden, das habe das schnelle, auf einem hohen Niveau ausgetragenen Rennen nervös gemacht, blickt Salm auf den Sonntag zurück. Gefragt gewesen seien eine konstant hohe Konzentration und ein guter Renninstinkt. Am meisten Probleme hätten dem Brittnauer nach dem Rennen nicht die Beine bereitet, sondern die Hände, «die Finger und Handgelenke schmerzen sehr», sagt er einen Tag danach. Beeindruckt zeigt sich der KV-Lehrling von den vielen Radsportfans entlang der Rennstrecke – das sei sehr ungewöhnlich für Juniorenrennen.
Viel Zeit zur Erholung bleibt Jann Salm nicht, am Donnerstag, 16. April, fährt er bereits wieder nach Belgien. In Gent finden am Wochenende internationale Bahnrennen statt, bei denen er teilnehmen wird. «Danach kann ich endlich in der Schweiz meine ersten Strassenrennen fahren». Jil Lüscher



